Ernährung Informativ

Dürfen Hunde Blaubeeren essen?

Autorin: Helena, Veterinärmedizinerin August 2026

Ja, Hunde dürfen Blaubeeren essen. Die Beeren sind nicht giftig, kalorienarm und für die meisten Hunde gut verträglich, solange sie ein Snack bleiben und nicht zur Hauptmahlzeit werden. Blaubeere und Heidelbeere sind dabei zwei Namen für dieselbe Frucht. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie viele Beeren zum Gewicht deines Hundes passen, worin sich Kultur- und Waldheidelbeeren unterscheiden und was wirklich hinter dem Fuchsbandwurm-Thema steckt.

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Erlaubt: Blaubeeren sind für Hunde nicht giftig und dürfen als Snack gefüttert werden.
  • Gleiche Frucht: Blaubeere und Heidelbeere bezeichnen dieselbe Pflanzengattung, unterschieden wird nur zwischen Kultur- und Waldheidelbeere.
  • Menge: Für einen mittelgroßen Hund reichen 4-5 Blaubeeren als Snack vollkommen aus, kleine Hunde bekommen weniger, große etwas mehr.
  • 10-Prozent-Regel: Alle Leckerlis zusammen sollten laut WSAVA weniger als 10 Prozent der täglichen Kalorien ausmachen.
  • Ehrlich bleiben: Der Antioxidantien-Nutzen ist beim Hund bisher nicht sicher belegt, Blaubeeren sind ein guter Snack, kein Heilmittel.
  • Finger weg von: gezuckerten Trockenbeeren, Marmelade, Joghurt-Zubereitungen und steinharten Beeren direkt aus dem Gefrierfach.

Dürfen Hunde Blaubeeren essen?

Die gute Nachricht: Ja, Hunde dürfen Blaubeeren essen. Blaubeeren sind nicht giftig und enthalten keine schädlichen Stoffe, die deinem Vierbeiner schaden könnten. Sie können in moderaten Mengen eine gesunde und leckere Ergänzung zur gewöhnlichen Hundeernährung sein.

Das gilt für die ganze Frucht: Schale, Fruchtfleisch und die winzigen Kerne sind unbedenklich. Anders als bei Weintrauben, Avocado oder Steinobst mit Kern musst du bei Blaubeeren also nichts entfernen und nichts entkernen. Auch die Menge ist unkritisch, solange du im Snack-Bereich bleibst. Problematisch wird es erst, wenn aus einer Handvoll eine Schüssel wird.

Vertragen Hunde Blaubeeren gut?

Die meisten schon. Blaubeeren enthalten wenig Fruchtsäure und relativ wenig Zucker, was sie im Vergleich zu vielen anderen Obstsorten magenfreundlich macht. In der Praxis sehe ich Probleme fast immer nur dann, wenn zu viel auf einmal gefüttert wurde oder wenn ein Hund ohnehin einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt hat. Wie bei jedem neuen Futtermittel gilt deshalb: erst zwei bis drei Beeren, dann abwarten, wie die Verdauung reagiert.

Chihuahua wird mit einer Gabel gefüttert

Blaubeere oder Heidelbeere: Gibt es einen Unterschied?

Blaubeere und Heidelbeere sind zwei Namen für dieselbe Frucht, regional heißt sie außerdem Bickbeere oder Schwarzbeere. Ein echter Unterschied besteht nur zwischen der großen Kulturheidelbeere aus dem Supermarkt und der kleinen Waldheidelbeere, die wild wächst. Für deinen Hund ist beides essbar, die beiden unterscheiden sich aber in einem Punkt, der im Alltag sichtbar wird.

Dürfen Hunde Heidelbeeren essen?

Ja, Hunde dürfen Heidelbeeren essen. Heidelbeeren sind für Hunde nicht giftig, und es gilt exakt dasselbe wie für Blaubeeren, weil es sich um dieselbe Frucht handelt. Ob auf der Packung „Heidelbeeren" oder „Blaubeeren" steht, ändert an der Verträglichkeit und an der empfohlenen Menge nichts. Wenn du also nach Heidelbeeren für Hunde suchst, findest du hier dieselben Antworten.

Laut dem Bundeszentrum für Ernährung sitzen die blauen Pflanzenfarbstoffe (Anthocyane) bei der Kulturheidelbeere vor allem in der Haut, während Fruchtfleisch und Saft farblos bleiben. Bei der Waldheidelbeere ist auch das Fruchtfleisch dunkel gefärbt. Deshalb bekommt man von Kulturheidelbeeren kaum blaue Hände oder Zähne, von Waldheidelbeeren dagegen schon. Genauso ist es beim Hund: Eine blau verfärbte Zunge nach dem Waldspaziergang ist kein Grund zur Sorge, sondern ein Farbstoff, der einfach wieder verschwindet.

Kulturheidelbeere

Größer, festeres Fleisch, milder und süßer. Anthocyane nur in der Haut, deshalb kaum blaue Verfärbungen. Weniger Gerbstoffe. Das ist die Beere aus dem Supermarkt.

Waldheidelbeere

Etwa erbsengroß, säuerlicher, Fruchtfleisch und Saft dunkelblau. Mehr Gerbstoffe. Wächst wild im lichten Nadelwald, im Handel kaum erhältlich.

Bei Mineralstoffen und Vitaminen gibt es zwischen beiden kaum Unterschiede. Für die Fütterung heißt das: Du musst nicht die eine oder die andere Sorte suchen. Wichtiger als die Sorte ist, wie viel im Napf landet und wie der Rest der Ration aussieht.

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Wie viele Blaubeeren darf dein Hund essen?

Für einen mittelgroßen Hund reichen 4-5 Blaubeeren als Snack vollkommen aus. Kleine Hunde bekommen entsprechend weniger, große etwas mehr. Als Obergrenze für alle Leckerlis zusammen gilt die 10-Prozent-Regel: Snacks und Extras sollten weniger als 10 Prozent der täglichen Kalorien ausmachen, damit das Alleinfutter seine Nährstoffbilanz behält.

10 %
der Tageskalorien sind laut WSAVA die Obergrenze für alle Leckerlis zusammen, Beeren eingerechnet

Diese Regel stammt aus der Kleintier-Ernährungsberatung und wird sowohl von der Weltvereinigung der Kleintierärzte (WSAVA) als auch vom Ernährungsdienst der UC Davis School of Veterinary Medicine so empfohlen. Die restlichen 90 Prozent kommen aus einem vollwertigen Alleinfutter. Obst und Gemüse sind dabei laut UC Davis für viele Hunde eine gute Wahl, weil sie wenig Protein, Fett, Natrium und Phosphor mitbringen.

Blaubeeren-Menge nach Gewicht

Die folgenden Werte sind Orientierungswerte für einen gesunden, normalgewichtigen Hund, keine feste Vorgabe. Wenn dein Hund an dem Tag schon andere Leckerlis bekommen hat, ziehst du entsprechend ab.

Gewicht deines Hundes Blaubeeren pro Tag Beispielrassen
bis 5 kg 2–3 Beeren Chihuahua, Zwergspitz
5–10 kg 3–4 Beeren Dackel, Malteser
10–25 kg 4–5 Beeren Französische Bulldogge, Beagle
25–40 kg 6–8 Beeren Labrador, Schäferhund
über 40 kg 8–10 Beeren Berner Sennenhund, Rottweiler

Wenn du wissen willst, wie viel Futter deinem Hund insgesamt zusteht und wie viel Spielraum davon auf Snacks entfällt, hilft dir unser Futterrechner mit einer konkreten Tagesmenge.

Sind Blaubeeren für Hunde wirklich gesund?

Blaubeeren liefern Ballaststoffe, Vitamin C, Vitamin K und sekundäre Pflanzenstoffe bei sehr wenig Kalorien. Das macht sie zu einem sinnvollen Snack, besonders für Hunde, die auf ihr Gewicht achten müssen. Ob sie darüber hinaus messbar etwas für die Gesundheit deines Hundes tun, ist wissenschaftlich allerdings noch nicht geklärt.

Die blauen Farbstoffe der Beere, die Anthocyane, gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie können den Körper laut dem Bundeszentrum für Ernährung vor schädlichen freien Radikalen schützen und wirken antientzündlich. Das ist für den Menschen gut untersucht. Beim Hund ist die Datenlage dünner und uneinheitlich.

Was die Studien beim Hund zeigen

Eine ältere Untersuchung an Schlittenhunden der University of Alaska Fairbanks fand nach körperlicher Belastung einen erhöhten Gesamt-Antioxidantien-Status bei Hunden, die Blaubeeren bekommen hatten. Einen Schutz vor Muskelschäden konnte die Arbeitsgruppe dagegen nicht zeigen.

Eine deutlich neuere kontrollierte Studie an Beagles aus dem Jahr 2025 fütterte vier Wochen lang ein Nassfutter mit 3 Prozent Blaubeeren. Ergebnis: Die Hunde bevorzugten die Blaubeer-Variante im Geschmackstest klar, die Verdaulichkeit des Futters blieb unverändert, aber bei den Oxidations-Markern nach Belastung zeigte sich kein signifikanter Unterschied zur Kontrollgruppe.

Wann Blaubeeren deinem Hund nicht guttun

Zu viele Blaubeeren können bei Hunden zu Verdauungsproblemen wie Durchfall oder Blähungen führen. Verantwortlich sind vor allem die Ballaststoffe und der Fruchtzucker, die in kleinen Mengen unproblematisch sind, in großen Mengen aber den Darm überfordern. Echte allergische Reaktionen kommen dagegen sehr selten vor.

Verdauungsprobleme nach zu vielen Beeren

Heidelbeeren und Durchfall beim Hund hängen fast immer an der Menge, nicht an der Frucht. Wenn dein Hund heimlich eine ganze Schale erwischt hat, ist das in aller Regel kein Notfall. Rechne mit weichem Kot oder Blähungen für ein bis zwei Tage. Lass das Futter an dem Tag leicht und stelle ausreichend Wasser bereit. Wenn der Durchfall länger als zwei Tage anhält, blutig ist oder dein Hund zusätzlich erbricht, apathisch wirkt oder nicht mehr frisst, gehört er in die Tierarztpraxis. Mehr zu den einzelnen Ausprägungen findest du in unserem Ratgeber zu Blähungen beim Hund.

Allergische Reaktionen und Symptome

Obwohl selten, können Hunde auf Blaubeeren allergisch reagieren. Anzeichen dafür sind Hautausschlag, Juckreiz oder Erbrechen. Beobachte deinen Hund aufmerksam, wenn er zum ersten Mal Blaubeeren bekommt. Deutlich häufiger als eine echte Allergie ist übrigens eine schlichte Unverträglichkeit größerer Mengen, die verschwindet, sobald du die Portion reduzierst.

Hunde mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt

Manche Hunde reagieren auf jedes Extra. Wenn dein Hund ohnehin zu weichem Kot neigt, häufig Blähungen hat oder gerade eine Futterumstellung hinter sich hat, ist ein neuer Obst-Snack der falsche Zeitpunkt. Warte, bis die Verdauung stabil ist, und führe die Beeren dann einzeln ein.

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Frisch, gefroren, getrocknet oder verarbeitet?

Sowohl frische als auch gefrorene Blaubeeren sind für Hunde geeignet. Gefrorene Blaubeeren können im Sommer eine erfrischende Abkühlung bieten. Getrocknete Blaubeeren enthalten oft Zuckerzusätze und sollten vermieden werden. Alles, was verarbeitet ist, also Marmelade, Fruchtjoghurt, Saft oder Gebäck, fällt komplett weg.

Blaubeeren für Hunde: Darreichungsformen im Check

Besser nicht

  • Gezuckerte Trockenbeeren
  • Blaubeermarmelade und Gelee
  • Fruchtjoghurt und Quark-Zubereitungen
  • Muffins, Kuchen, Kekse
  • Steinharte Beeren direkt aus dem Gefrierfach

Gut geeignet

  • Frische, reife Beeren, gewaschen
  • Angetaute Beeren als Sommer-Snack
  • Leicht zerdrückt unters Futter gemischt
  • Ungesüßte gefriergetrocknete Beeren
  • Beeren als Belohnung im Suchspiel

Bei getrockneten Beeren lohnt der Blick auf die Zutatenliste. Ungesüßte, gefriergetrocknete Heidelbeeren sind unbedenklich, sie sind allerdings deutlich energiedichter als frische, weil ihnen das Wasser fehlt. Von einer getrockneten Beere bleibt der Zucker, das Volumen schrumpft. Nimm deshalb weniger Stück als bei frischer Ware.

Hund bekommt Blaubeeren und Himbeeren als Snack

Dürfen Hunde Waldheidelbeeren vom Strauch fressen?

Ja, Waldheidelbeeren sind für Hunde genauso unbedenklich wie Kulturheidelbeeren. Die weit verbreitete Sorge, dein Hund könne sich beim Naschen am Waldrand mit dem Fuchsbandwurm anstecken, geht am eigentlichen Übertragungsweg vorbei. Hunde infizieren sich laut Robert Koch-Institut über den Verzehr infizierter Nagetiere, nicht über Beeren.

Was das Robert Koch-Institut zum Fuchsbandwurm sagt

Der Kleine Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) braucht einen Wirtswechsel. Mäuse und andere Nagetiere sind Zwischenwirte, Fuchs und Hund sind Endwirte. Das RKI hält im Ratgeber Echinokokkose fest, dass die Infektion der Endwirte durch den Verzehr infizierter Nagetiere erfolgt. Für den Hund ist also die gefangene Maus das Risiko, nicht der Heidelbeerstrauch. Genau deshalb empfiehlt das RKI, Hunde von möglicherweise infizierten Beutetieren fernzuhalten und Mäusejäger regelmäßig zu entwurmen. Wie das praktisch aussieht, erklären wir dir im 1x1 der Entwurmung beim Hund.

Und das Risiko für dich selbst?

Hier lohnt es sich, genau zu sein, weil zu diesem Thema viel Halbwissen kursiert. Das Bundeszentrum für Ernährung schreibt, dass an selbst gesammelten Beeren Eier des Fuchsbandwurms haften können, auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist. Das RKI formuliert es noch vorsichtiger und hält fest, dass die Möglichkeit einer Übertragung durch kontaminierte Nahrungsmittel wie Waldbeeren und Pilze nicht geklärt ist. Beide Institutionen empfehlen dieselbe pragmatische Vorsichtsmaßnahme: bodennah wachsende Lebensmittel vor dem Verzehr gründlich waschen und in Gebieten mit erhöhtem Infektionsrisiko erhitzen. Hochendemisch sind laut RKI vor allem Baden-Württemberg und Bayern, die Nordschweiz, Westösterreich und Ostfrankreich.

Wenn dein Hund selbst am Strauch nascht

Viele Hunde pflücken beim Spaziergang eigenständig. Das ist normales Verhalten und bei Heidelbeeren unproblematisch. Achte nur darauf, dass er wirklich nur Heidelbeeren erwischt: Im Unterholz wachsen auch Beeren, die nicht harmlos sind, etwa Tollkirsche, Seidelbast oder Eibe. Wenn du dir nicht sicher bist, was dein Hund gefressen hat, ruf im Zweifel deine Tierarztpraxis an.

Blaubeeren für Welpen, Senioren und Hunde mit Diabetes

Welpen dürfen Blaubeeren essen, allerdings in kleinerer Menge und langsamer eingeführt als bei erwachsenen Hunden. Bei Senioren spricht ebenfalls nichts dagegen. Bei Hunden mit Diabetes oder anderen Stoffwechselerkrankungen gehört jeder Snack in Absprache mit der Tierarztpraxis, auch ein kalorienarmer.

Dürfen Welpen Blaubeeren essen?

Ja, aber der Welpenmagen ist empfindlicher und die Tagesration insgesamt klein. Fang mit einer einzelnen Beere an und beobachte einen Tag lang die Kotkonsistenz. Verträgt dein Welpe sie gut, kannst du langsam auf zwei bis drei steigern. Wichtig: Bei Welpen ist die Nährstoffbilanz besonders empfindlich, weil sie im Wachstum ein exaktes Kalzium-Phosphor-Verhältnis brauchen. Die 10-Prozent-Regel solltest du hier eher als Obergrenze verstehen, nicht als Ziel. Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber zur Umstellung von Welpen- auf Erwachsenenfutter.

Senioren

Ältere Hunde bewegen sich weniger und brauchen entsprechend weniger Kalorien. Blaubeeren sind gerade deshalb ein guter Snack, weil sie kaum Energie liefern und sich weich zerdrücken lassen, wenn das Gebiss nicht mehr das beste ist. Zerdrücke die Beeren und misch sie unters Futter, dann ist das Kauen kein Thema.

Diabetes und Übergewicht

Blaubeeren enthalten im Vergleich zu vielen anderen Obstsorten wenig Zucker und sind kalorienarm, was sie grundsätzlich zu einem passenden Snack für übergewichtige Hunde macht. Bei einem diagnostizierten Diabetes ist die Ration jedoch exakt auf Insulingaben abgestimmt. Jede zusätzliche Kohlenhydratquelle, auch eine kleine, besprichst du deshalb vorher mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.

So fütterst du Blaubeeren richtig

Wasche die Blaubeeren vor dem Verzehr gründlich, um Pestizidrückstände zu entfernen. Danach kannst du sie pur geben, leicht zerdrücken oder unters Futter mischen. Wichtiger als die Zubereitung ist die Einführung: neue Lebensmittel immer einzeln und in kleiner Menge testen.

  1. Waschen. Gründlich unter fließendem Wasser abspülen, auch bei Bio-Ware und besonders bei selbst gesammelten Beeren.
  2. Prüfen. Nur reife, feste Beeren verwenden. Schimmlige oder matschige Beeren gehören nicht in den Napf.
  3. Klein anfangen. Am ersten Tag zwei bis drei Beeren, dann 24 Stunden abwarten und den Kot beobachten.
  4. Zerdrücken. Leicht angedrückte Beeren sind besser verdaulich und für kleine Hunde sicherer.
  5. Anrechnen. Die Beeren zählen zur Snack-Ration des Tages. Gab es schon Leckerlis, fällt die Beerenportion kleiner aus.
  6. Variieren. Beeren eignen sich hervorragend als Belohnungshappen oder versteckt in einem Suchspiel.
Wenn Leckerli, dann passend: unsere Snacks sind auf dieselbe rassenspezifische Rezeptur abgestimmt wie das Hauptfutter.
Zu den Leckerlies

Ein praktischer Nebeneffekt: Weil Blaubeeren so klein sind, eignen sie sich hervorragend fürs Training. Du kannst viele Wiederholungen machen, ohne dass die Kalorienbilanz kippt. Bei größeren Trainingseinheiten lohnt es sich trotzdem, die Hauptmahlzeit an dem Tag etwas zu reduzieren.

Welches andere Obst dürfen Hunde essen?

Neben Blaubeeren vertragen die meisten Hunde eine ganze Reihe weiterer Obstsorten. Abwechslung ist sinnvoll, solange die 10-Prozent-Regel steht und du jede neue Sorte einzeln einführst. Eine Sorte ist dabei ausdrücklich tabu.

  • Himbeeren, ähnlich kalorienarm wie Blaubeeren und ein guter Sommer-Snack
  • Erdbeeren, reich an Vitamin C, in Maßen unbedenklich
  • Bananen, deutlich energiereicher, deshalb nur in kleinen Scheiben
  • Äpfel, ohne Kerngehäuse, mit Schale ballaststoffreich
  • Weintrauben und Rosinen, für Hunde giftig und ausnahmslos zu vermeiden

Weintrauben, Rosinen und Korinthen stehen auch bei der WSAVA und bei UC Davis auf der Liste der für Hunde schädlichen Lebensmittel, gemeinsam mit Schokolade, Macadamianüssen und Zwiebelgewächsen. Einen kompletten Überblick, was in den Napf darf und was nicht, findest du in unserer Lebensmittel-Ampel für Hunde.

Häufige Fragen zu Blaubeeren für Hunde

Können alle Hunderassen Blaubeeren essen?

Ja, Blaubeeren sind für alle Hunderassen geeignet. Die Portionsgröße sollte jedoch an die Größe des Hundes angepasst werden. Ein Chihuahua bekommt zwei bis drei Beeren, ein Berner Sennenhund verträgt problemlos acht bis zehn.

Wie viele Blaubeeren sind für meinen Hund sicher?

4-5 Blaubeeren pro Tag sind für einen mittelgroßen Hund eine gute Menge. Als Obergrenze für alle Leckerlis zusammen gilt die 10-Prozent-Regel der WSAVA: Snacks sollten weniger als 10 Prozent der täglichen Kalorien ausmachen.

Was tun, wenn mein Hund negativ auf Blaubeeren reagiert?

Sollte dein Hund Symptome wie Erbrechen oder Durchfall zeigen, stoppe die Fütterung sofort und kontaktiere deinen Tierarzt. Bei mildem, kurzem Durchfall reicht meist ein bis zwei Tage leichte Kost. Halten die Beschwerden länger als zwei Tage an, ist eine tierärztliche Abklärung nötig.

Sind getrocknete Blaubeeren ebenfalls geeignet?

Getrocknete Blaubeeren enthalten oft Zuckerzusätze und sollten vermieden werden. Entscheide dich lieber für frische oder gefrorene Blaubeeren. Ungesüßte, gefriergetrocknete Beeren sind unbedenklich, aber energiedichter als frische, deshalb gibst du davon weniger Stück.

Dürfen Hunde gefrorene Heidelbeeren essen?

Ja, gefrorene Heidelbeeren sind besonders im Sommer eine erfrischende Abwechslung. Gib sie aber nicht steinhart direkt aus dem Gefrierfach, sondern lass sie kurz antauen oder drück sie an. So vermeidest du, dass dein Hund sich verschluckt.

Dürfen Welpen Blaubeeren essen?

Ja, in kleiner Menge. Beginne mit einer einzelnen Beere und beobachte einen Tag lang die Verdauung. Bei guter Verträglichkeit kannst du auf zwei bis drei Beeren steigern. Da Welpen im Wachstum eine exakte Nährstoffbilanz brauchen, sollten Snacks bei ihnen die Ausnahme bleiben.

Kann ich Blaubeeren mit anderen Obstsorten kombinieren?

Ja, eine Kombination mit anderen sicheren Obstsorten wie Äpfeln oder Bananen ist möglich und bietet eine abwechslungsreiche Snack-Option. Führe jede neue Sorte aber einzeln ein, damit du bei Unverträglichkeiten weißt, woran es lag. Weintrauben und Rosinen bleiben immer außen vor.

Wenn du beim Rechnen unsicher bist, wie viel Spielraum die 10-Prozent-Regel bei deinem Hund tatsächlich lässt, brauchst du zuerst seine Tagesration.

Wie viel Futter braucht dein Hund wirklich, und wie viel davon dürfen Snacks sein?

Zum Futterrechner

Unser Fazit

  1. Ja, Hunde dürfen Blaubeeren essen. Die Beeren sind nicht giftig, und Schale, Fruchtfleisch und Kerne sind unbedenklich.
  2. Blaubeere und Heidelbeere sind dieselbe Frucht. Unterschieden wird nur zwischen der milden Kulturheidelbeere und der säuerlicheren Waldheidelbeere.
  3. Für einen mittelgroßen Hund reichen 4-5 Blaubeeren als Snack vollkommen aus, kleine Hunde bekommen zwei bis drei, große acht bis zehn.
  4. Alle Leckerlis zusammen bleiben unter 10 Prozent der Tageskalorien. Die restlichen 90 Prozent kommen aus einem vollwertigen Alleinfutter.
  5. Ehrlich bleibt ehrlich: Hunde mögen Blaubeeren nachweislich, ein messbarer gesundheitlicher Nutzen ist beim Hund bisher aber nicht belegt.
  6. Zu viele Beeren führen zu weichem Kot oder Blähungen. Halten die Beschwerden über zwei Tage an, gehört dein Hund in die Tierarztpraxis.
  7. Waldheidelbeeren sind erlaubt. Der Fuchsbandwurm erreicht deinen Hund über gefressene Mäuse, nicht über Beeren, deshalb zählt regelmäßige Entwurmung mehr als der Verzicht auf den Strauch.
  8. Deine Hunderasse. Dein Futter. Die Beere obendrauf ist das Extra, nicht die Basis. 🐾

Über die Autorin

Helena Bröring-Veith, Med. Vet. ist Tierärztin im HEY HOLY Team. Sie hat an der Tierärztlichen Hochschule Hannover studiert und mehrere Jahre in einer Kleintierklinik praktiziert. Bei HEY HOLY verantwortet sie als fachliche Reviewerin die Inhalte rund um Tiergesundheit und Ernährung. Mehr über unser Team und unseren wissenschaftlichen Ansatz erfährst du auf der Seite Wissenschaft.

Quellen

  • Kreutz, Heike: „Heimische Heidelbeerzeit", Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), Stand 02.07.2025. bzfe.de
  • Robert Koch-Institut: „RKI-Ratgeber Echinokokkose", Stand 01.06.2026. rki.de
  • World Small Animal Veterinary Association (WSAVA): „Feeding treats to your dog", 2025. wsava.org
  • UC Davis Veterinary Medical Teaching Hospital, Nutrition Support Service: „Treat guidelines for dogs", 2020. vetmed.ucdavis.edu
  • Dunlap, Kriya L.; Reynolds, Arleigh J.; Duffy, Lawrence K.: „Total antioxidant power in sled dogs supplemented with blueberries and the comparison of blood parameters associated with exercise", Comparative Biochemistry and Physiology Part A: Molecular & Integrative Physiology, 143(4): 429–434, 2006. doi.org
  • Maturana, Marta; Castillejos, Lorena; Jose-Cunilleras, Eduard; Montserrat-Malagarriga, Miquel; Alcaraz, Juan; García, Jose; Martín-Orúe, Susana M.: „Effects of Blueberry Consumption on Preference, Digestibility, and Oxidative Balance in Dogs", Animals, 15(10): 1502, 2025. doi.org