Größe, Gewicht & Lebenserwartung

Der Yorkshire Terrier zählt zu den kleinsten Hunderassen überhaupt. Laut FCI-Standard (Nr. 86) ist das Gewicht auf maximal 3,2 kg begrenzt; der VDH gibt für die Zucht ein Mindestgewicht von 2,4 kg vor. Zwischen Rüden und Hündinnen gibt es bei dieser Rasse kaum Unterschiede – beide Geschlechter bleiben gleichermaßen zierlich.

Rüden

  • 2-3,2 kg
  • 18-24 cm
  • 13-16 Jahre

Hündinnen

  • 2-3,2 kg
  • 18-23 cm
  • 13-16 Jahre

Herkunft & Geschichte

Der Yorkshire Terrier entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in Nordengland, genauer in der Grafschaft Yorkshire. Seine Wurzeln liegen keineswegs im noblen Salon, sondern in den ärmlichen Verhältnissen der industriellen Arbeiterschaft. In Spinnereien, Minen und auf Märkten hatte der kleine Hund eine klare Aufgabe: Ratten und Mäuse zu dezimieren. Dieser furchtlose Arbeitseifer hat sein Wesen bis heute geprägt – Wachsamkeit, Mut und ein ausgeprägter Jagdtrieb sind direkte Erbschaften seiner Vergangenheit.

Laut FCI-Standard gehen in den Yorkshire Terrier mehrere ältere Rassen ein, darunter der alte Englische Toy Terrier (Schwarz und Loh), der Skye Terrier und der Malteser. Aus diesen Kreuzungen entwickelte sich ein kleiner Terrier, bei dem in der weiteren Zucht zunehmend Wert auf geringe Größe und langes, seidiges Fell gelegt wurde. Der heutige Name setzte sich um 1870 durch, 1886 wurde die Rasse vom englischen Kennel Club offiziell anerkannt.

Mit seinem eleganten Erscheinungsbild stieg der einstige Arbeiterhund schnell zum begehrten Begleithund höherer Gesellschaftsschichten auf. In Deutschland wurde der Yorkie zwar bereits 1912 erstmals eingetragen, seine große Beliebtheit setzte hierzulande aber erst in den 1970er Jahren ein – seither gehört er zu den bekanntesten kleinen Hunderassen weltweit.

Charakter & Wesen

Wer einen Yorkshire Terrier nur für ein hübsches Accessoire hält, irrt gewaltig. Der Yorkie ist ein echter Terrier: selbstbewusst, temperamentvoll und mit einer gehörigen Portion Mut ausgestattet. Häufig zeigt er gegenüber deutlich größeren Artgenossen keinerlei Scheu und neigt sogar zur Selbstüberschätzung. Dieses „großer Hund im kleinen Körper"-Wesen macht einen Großteil seines Charmes aus, verlangt aber auch nach einer klaren Führung.

Im Alltag ist der Yorkshire Terrier ausgesprochen menschenbezogen und anhänglich. Er baut eine enge Bindung zu seiner Familie auf, möchte überall dabei sein und genießt es, im Mittelpunkt zu stehen. Gleichzeitig ist er intelligent und lernfreudig – allerdings auch eigensinnig und gelegentlich stur. Diese Mischung macht ihn zu einem spannenden, aber nicht immer einfachen Partner: Ohne konsequente, liebevolle Erziehung kann sein ausgeprägtes Temperament leicht in Kläfferei umschlagen.

Seine Wachsamkeit ist Segen und Herausforderung zugleich. Einerseits gibt der Yorkie einen aufmerksamen kleinen Wachhund ab, der zuverlässig Bescheid sagt, wenn sich jemand der Tür nähert. Andererseits sollte man genau dieses Verhalten früh in geordnete Bahnen lenken, damit aus dem aufmerksamen Begleiter kein Dauerbeller wird. Eine frühe Sozialisierung mit anderen Hunden und Menschen ist daher besonders wichtig.

Gesundheit & rassetypische Besonderheiten

Der Yorkshire Terrier gilt als grundsätzlich robuste und langlebige Rasse, bringt aber – wie viele sehr kleine Hunde – einige rassetypische Prädispositionen mit. Ein zentrales Thema ist die Patellaluxation, also das Herausspringen der Kniescheibe aus ihrer Führung. Sie tritt beim Yorkie überdurchschnittlich häufig auf und kann je nach Schweregrad von leichter Lahmheit bis zur Operationsbedürftigkeit reichen. Ebenfalls verbreitet ist der Trachealkollaps – dabei werden die Knorpelringe der Luftröhre weich, sodass diese teilweise zusammenfällt. Typisches Anzeichen ist ein trockener, an Gänseschnattern erinnernder Husten. Studien zeigen, dass kleine Toy-Rassen hiervon besonders betroffen sind.

Weitere bekannte Prädispositionen sind der Lebershunt (eine angeborene Fehlbildung der Lebergefäße, bei der Blut an der Leber vorbeigeleitet wird), Augenerkrankungen wie die Progressive Retinaatrophie (PRA) und ausgeprägte Zahnprobleme: Aufgrund des kleinen Kiefers neigen Yorkies stark zu Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und persistierenden Milchzähnen. Bei sehr kleinen Linien können zudem eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) im Welpenalter sowie die Knochenerkrankung Legg-Calvé-Perthes auftreten.

Das klingt nach viel – die gute Nachricht: Viele dieser Risiken lassen sich durch verantwortungsvolle Zucht und gute Vorsorge deutlich verringern. Achte bei der Anschaffung auf eine:n seriöse:n Züchter:in, die oder der Zuchttiere auf Patella, Augen und Herz untersuchen lässt und ausdrücklich kein extremes „Mini"-Format anstrebt. Tierärzt:innen empfehlen regelmäßige Gesundheitschecks mit Patella-Kontrolle, Zahnkontrolle und – im Seniorenalter – Blutbild. Ein gut sitzendes Brustgeschirr statt eines Halsbands schont außerdem die empfindliche Halsregion und entlastet die Luftröhre.

Ernährung

Auch wenn der Yorkshire Terrier wenig Futter benötigt, ist die Qualität entscheidend. Wegen seines kleinen Körpers wirkt sich schon geringes Übergewicht stark aus – es belastet Gelenke, Luftröhre und Herz gleichermaßen. Eine angepasste, zucker- und getreidefreie Ernährung mit hochwertigem Protein hilft, das Idealgewicht zu halten. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Haut und das charakteristisch seidige Fell, während eine bedarfsgerechte Versorgung das aktive Wesen des Yorkies fördert.

Beim kleinen Kiefer lohnt sich der Blick auf die Kroketten-Größe und die Zahngesundheit – kaufördernde, nicht zu kleine Stücke können Zahnbelag entgegenwirken. Bei Welpen und sehr zierlichen Exemplaren sollten die Mahlzeiten auf mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt werden, um einer Unterzuckerung vorzubeugen. Liegt ein diagnostizierter Lebershunt vor, ist eine tierärztlich begleitete Spezialdiät nötig, die die Leber entlastet. Eine an die Rasse angepasste Ernährung kann das Wohlbefinden insgesamt unterstützen – Heilung verspricht sie selbstverständlich nicht.

Haltung & Beschäftigung

Der Yorkshire Terrier ist erstaunlich anpassungsfähig und fühlt sich auch in einer Stadtwohnung rundum wohl – vorausgesetzt, er bekommt genug Bewegung und geistige Anregung. Trotz seiner Größe hat der Yorkie einen überraschend hohen Bewegungsdrang und ist alles andere als ein reiner Sofahund. Wer ihn ausschließlich tragen und verwöhnen möchte, wird seinem terriertypischen Wesen nicht gerecht.

Er eignet sich besonders für:

  • Singles, Paare und Senior:innen, die einen kompakten, anhänglichen Begleiter suchen
  • Wohnungshaltung – auch ohne Garten gut machbar
  • Menschen, die Zeit für tägliche Fellpflege und konsequente Erziehung mitbringen
  • Familien mit älteren, rücksichtsvollen Kindern

Zur Auslastung gehören regelmäßige Spaziergänge ebenso wie kleine Such- und Denkspiele, die seinen wachen Verstand fordern. Auch Hundesport wie Mini-Agility oder Trickdog macht vielen Yorkies großen Spaß. Da er eine sehr enge Bindung aufbaut, sollte er nicht über längere Zeit allein bleiben müssen – das Alleinbleiben will von klein auf geduldig geübt werden.

Vorteile des Yorkshire Terriers

  • Kompakt und stadttauglich: Durch seine geringe Größe lässt sich der Yorkie problemlos überallhin mitnehmen und ist auch für die Wohnungshaltung bestens geeignet.
  • Wenig Haarverlust: Das haarähnliche Fell durchläuft kaum einen klassischen Fellwechsel – der Yorkshire Terrier haart kaum und wird oft als Option für Menschen mit Allergien genannt.
  • Anhänglich und menschenbezogen: Er baut eine enge, treue Bindung zu seiner Familie auf und ist ein liebevoller, aufmerksamer Begleiter.
  • Intelligent und lernfähig: Mit der richtigen Motivation lernt der Yorkie schnell und hat sichtlich Freude an gemeinsamen Aufgaben.
  • Robust und langlebig: Bei guter Pflege erreichen viele Yorkies ein stolzes Alter von 13 bis 16 Jahren.

Herausforderungen des Yorkshire Terriers

  • Aufwändige Fellpflege: Das lange, seidige Haar neigt zum Verfilzen und muss täglich gebürstet werden – alternativ schafft ein kürzerer „Puppy Cut" Erleichterung.
  • Neigung zum Kläffen: Sein wachsames Wesen kann ohne konsequente Erziehung in Dauergebell umschlagen. Klare Grenzen von Welpenalter an helfen, das in den Griff zu bekommen.
  • Eigensinn: Der Yorkie ist klug, aber auch stur. Er braucht eine geduldige, konsequente Hand und sollte trotz seines niedlichen Aussehens nicht zu sehr verwöhnt werden.
  • Rassetypische Gesundheitsrisiken: Patellaluxation, Trachealkollaps und Zahnprobleme treten gehäuft auf – achte auf eine:n verantwortungsvolle:n Züchter:in und regelmäßige tierärztliche Vorsorge.

Unser Fazit

Der Yorkshire Terrier ist weit mehr als ein hübscher kleiner Hund: Er ist ein selbstbewusster, mutiger Terrier mit dem Herzen eines Wachhunds und der Anhänglichkeit eines treuen Begleiters. Ideal ist er für Menschen, die einen kompakten Hund mit großer Persönlichkeit suchen und bereit sind, in tägliche Fellpflege und eine konsequente, liebevolle Erziehung zu investieren.

Als Familienhund eignet er sich vor allem in Haushalten mit älteren, rücksichtsvollen Kindern, da er aufgrund seiner zierlichen Statur vorsichtig behandelt werden muss. Wer einen ruhigen, pflegeleichten Schoßhund erwartet, unterschätzt den lebhaften Bewegungs- und Beschäftigungsdrang dieser Rasse – und wer auf eine sture Phase mit Nachsicht statt Konsequenz reagiert, wird schnell einen kleinen Dickkopf erziehen. Mit der richtigen Mischung aus klaren Regeln, Beschäftigung und guter Gesundheitsvorsorge ist der Yorkie aber ein langlebiger, charmanter Wegbegleiter, der sein großes Wesen in einem kleinen Körper über viele Jahre unter Beweis stellt.

Häufige Fragen zum Yorkshire Terrier

Ist der Yorkshire Terrier ein guter Anfängerhund?

Der Yorkie ist bedingt anfängertauglich. Seine handliche Größe macht die Haltung körperlich leicht, doch sein Eigensinn und seine Neigung zum Kläffen verlangen Konsequenz. Wer bereit ist, sich mit Erziehung auseinanderzusetzen, kann auch als Ersthundehalter:in glücklich mit ihm werden.

Wie viel Bewegung braucht ein Yorkshire Terrier?

Mehr, als seine Größe vermuten lässt. Der Yorkie hat einen überraschend hohen Bewegungsdrang und braucht täglich Spaziergänge sowie geistige Beschäftigung. Mini-Agility, Such- und Denkspiele lasten ihn zusätzlich aus.

Kann man einen Yorkshire Terrier in der Wohnung halten?

Ja, der Yorkshire Terrier ist ein klassischer Wohnungshund und kommt auch ohne Garten gut zurecht. Wichtig ist, dass er trotzdem ausreichend Auslauf und Beschäftigung erhält und nicht zum reinen Schoßhund wird.

Haart ein Yorkshire Terrier und ist er für Allergiker geeignet?

Der Yorkie haart kaum, da sein feines, haarähnliches Fell keinen klassischen Fellwechsel durchläuft. Deshalb wird er häufig als Option für Menschen mit Allergien genannt – ein Probekontakt vor der Anschaffung ist dennoch ratsam, da niemand garantiert allergenfrei ist.

Wie aufwändig ist die Fellpflege beim Yorkshire Terrier?

Das lange, seidige Fell verfilzt leicht und sollte täglich gebürstet werden. Wer den Pflegeaufwand reduzieren möchte, lässt das Fell zu einem kürzeren „Puppy Cut" scheren – das ist praktischer im Alltag und für viele Yorkies angenehmer.

Verträgt sich der Yorkshire Terrier mit anderen Hunden und Kindern?

Mit guter Sozialisierung kommt der Yorkie meist gut mit anderen Hunden aus, neigt aufgrund seines Mutes aber zur Selbstüberschätzung gegenüber größeren Artgenossen. Für Familien mit älteren Kindern ist er gut geeignet; bei sehr kleinen Kindern ist wegen seiner zierlichen Statur Vorsicht geboten. Wer einen ähnlich kompakten, aber etwas robusteren Terrier sucht, kann auch einen Blick auf den West Highland White Terrier werfen – und wer einen reinen Begleithund ohne ausgeprägten Jagdtrieb bevorzugt, findet im Chihuahua eine Alternative.

Unser Fazit: Der Yorkshire Terrier ist ein selbstbewusster, anhänglicher Begleithund mit dem Herz eines großen Terriers. Er passt zu Menschen, die Zeit für konsequente Erziehung und tägliche Fellpflege mitbringen. Wer einen ruhigen Schoßhund erwartet, unterschätzt allerdings, wie viel Temperament in diesem kleinen Vierbeiner steckt.

Yorkshire Terrier

  • Selbstbewusst
  • Anhänglich
  • Waga: 2-3,2 kg
  • Rozmiar: 18-24 cm
  • Wiek: 13-16 Jahre
  • Kolor: Stahlblau-Loh
  • Poziom aktywności

    mało

    dużo

  • Pielęgnacja sierści

    mało

    dużo

  • Przyjazność dla dzieci

    mało

    dużo

  • Zdolność do szkolenia

    mało

    dużo

  • Wypadanie włosów

    mało

    dużo

  • Dla początkujących

    mało

    dużo

Der Yorkshire Terrier – von seinen Fans liebevoll „Yorkie" genannt – ist der Inbegriff eines kleinen Hundes mit großer Persönlichkeit. Unter dem seidigen, stahlblau-lohfarbenen Fell steckt ein selbstbewusster, mutiger und überaus anhänglicher Begleiter, der seine ursprüngliche Aufgabe als Rattenfänger nie ganz vergessen hat. Trotz seiner geringen Größe von nur rund 18 bis 24 cm ist der Yorkie kein reiner Schoßhund, sondern ein lebhafter, intelligenter Terrier mit ausgeprägtem Eigensinn. Er bindet sich eng an seine Menschen und möchte am liebsten überall dabei sein.

Auf dieser Seite erfährst du, was diese besondere Rasse ausmacht, welche Stärken und Herausforderungen sie mitbringt und worauf du bei der Haltung achten solltest.

Männlich Geschlecht Icon

Samce

2-3,2 kg

18-24 cm

13-16 Jahre

Weiblich Geschlecht Icon

Suczki

2-3,2 kg

18-23 cm

13-16 Jahre

Unser Fazit: Der Yorkshire Terrier ist ein selbstbewusster, anhänglicher Begleithund mit dem Herz eines großen Terriers. Er passt zu Menschen, die Zeit für konsequente Erziehung und tägliche Fellpflege mitbringen. Wer einen ruhigen Schoßhund erwartet, unterschätzt allerdings, wie viel Temperament in diesem kleinen Vierbeiner steckt.