Größe, Gewicht & Lebenserwartung

Der Bullterrier-Standard gibt bewusst keine festen Größen- oder Gewichtsgrenzen vor. Gefordert ist ein ausgewogener, kräftiger Körperbau mit „maximaler Substanz", nicht maximalem Gewicht. Zwischen Rüden und Hündinnen gibt es nur geringe Unterschiede. Die folgenden Werte sind daher Orientierungsbereiche.

Rüden

  • 24 bis 38 kg
  • 50 bis 55 cm
  • 10 bis 14 Jahre

Hündinnen

  • 22 bis 32 kg
  • 45 bis 52 cm
  • 10 bis 14 Jahre

Herkunft & Geschichte

Der Bullterrier stammt aus Großbritannien und entstand Anfang des 19. Jahrhunderts aus Kreuzungen von Bulldoggen und verschiedenen Terriern, darunter der heute ausgestorbene White English Terrier. Ziel war zunächst ein kräftiger, wendiger Hund. Wie auch die Englische Bulldogge hat der Bullterrier damit Wurzeln, die eng mit der frühen britischen Hundezucht verknüpft sind.

Den entscheidenden Schritt machte der englische Züchter James Hinks, der die Rasse um 1850 standardisierte und gezielt auf den unverwechselbaren eiförmigen Kopf hinarbeitete. 1862 wurde der Bullterrier in seinem heutigen Erscheinungsbild erstmals in Birmingham ausgestellt, 1887 folgte die Gründung des Bull Terrier Clubs. Lange wurden ausschließlich reinweiße Tiere gezüchtet; farbige Bullterrier entstanden später unter anderem durch Einkreuzung von Staffordshire-Linien.

Die frühe Verwendung im Umfeld von Hundekämpfen prägt bis heute den Ruf der Rasse, mit der modernen Realität hat das jedoch wenig zu tun. Heute ist der Bullterrier ein verspielter Begleit- und Familienhund. Wichtig zu wissen: In vielen deutschen Bundesländern steht er auf der sogenannten Rasseliste, was Haltung, Zucht und Import einschränken kann. Die tatsächliche Gefährlichkeit der Rasse gilt wissenschaftlich nicht als belegt.

Charakter & Wesen

Wer einen Bullterrier kennenlernt, merkt schnell: Diese Rasse hat einen ausgeprägten eigenen Kopf und einen riesigen Sinn für Humor. Bullterrier gelten als verspielt, clownesk und unglaublich menschenbezogen. Sie wollen am liebsten überall dabei sein, lieben Körperkontakt und entwickeln eine enge, fast schon anhängliche Bindung an ihre Familie. Alleinsein ist überhaupt nicht ihr Ding.

Gleichzeitig beschreibt der FCI-Standard das ideale Wesen als mutig, lebhaft und ausgeglichen, diszipliniert und freundlich gegenüber Menschen. Der Bullterrier ist intelligent, aber auch eigensinnig: Er macht Dinge gern auf seine Weise und braucht Hundeeltern, die liebevoll und konsequent zugleich führen. Mit reiner Strenge kommt man bei ihm nicht weit, mit Geduld, Humor und klaren Regeln dagegen sehr.

Bei guter Sozialisierung ist der Bullterrier ein verträglicher, fröhlicher Begleiter. Sein robustes Spiel kann allerdings recht stürmisch werden, weshalb der Kontakt zu kleinen Kindern und anderen Tieren begleitet werden sollte. Früh begonnene, positive Sozialisierung ist hier der Schlüssel.

Gesundheit & rassetypische Besonderheiten

Der Bullterrier gilt grundsätzlich als robuste Rasse, bringt aber einige rassetypische Prädispositionen mit, über die du Bescheid wissen solltest. Am bekanntesten ist die Taubheit, die vor allem bei reinweißen Tieren gehäuft auftritt und genetisch bedingt ist. Welpen können bereits früh per BAER-Test (eine Hörmessung) auf Taubheit untersucht werden. Ein verantwortungsvoller Züchter lässt dies standardmäßig durchführen.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Nieren: Der Bullterrier neigt zu erblichen Nierenerkrankungen wie der hereditären Nephritis (auch „Bullterrier-Nephritis") und der polyzystischen Nierenerkrankung (PKD). Tierärzt:innen empfehlen daher regelmäßige Vorsorge mit Blut- und Urinkontrollen, um die Nierenfunktion im Blick zu behalten. Daneben kommen Herzerkrankungen (etwa eine Mitralklappendysplasie), Augenprobleme wie die primäre Linsenluxation, Patellaluxation (Verschiebung der Kniescheibe) sowie Hautprobleme und -allergien vor. Bei reinweißen Tieren kann zudem die seltene, erbliche Lethale Akrodermatitis (LAD) auftreten.

Die gute Nachricht: Viele dieser Erkrankungen lassen sich durch seriöse Zucht deutlich reduzieren. Achte auf einen verantwortungsvollen Züchter, der seine Tiere auf Taubheit, Nieren, Herz und Augen untersuchen lässt und keine zwei reinweißen Hunde verpaart. Eine weitere Eigenheit ist das zwanghafte Rute-Jagen (eine Form der Zwangsstörung). Diesem lässt sich durch ausreichende geistige und körperliche Auslastung vorbeugen.

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Ernährung

In der Ernährung ist der Bullterrier vergleichsweise unkompliziert, profitiert aber von einer durchdachten Rezeptur. Weil ältere Tiere zu Übergewicht neigen und jedes Kilo zu viel Gelenke, Herz und Nieren belastet, sollte die Energiezufuhr gut an Alter und Aktivität angepasst sein. Eine hochwertige, gut verdauliche Eiweißquelle ist sinnvoll, gerade mit Blick auf die rassetypische Empfindlichkeit der Nieren ist Proteinqualität wichtiger als Proteinmenge.

Da Haut- und Fellprobleme sowie Allergien häufiger vorkommen, können Omega-3-Fettsäuren die Hautgesundheit unterstützen, und eine überschaubare, klar deklarierte Zutatenliste hilft, mögliche Auslöser leichter einzugrenzen. Frisches Wasser sollte immer zur Verfügung stehen. Eine angepasste Ernährung kann die Gesundheit über das ganze Hundeleben hinweg unterstützen. Heilversprechen sind damit natürlich nicht verbunden.

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Haltung & Beschäftigung

Der Bullterrier ist energiegeladen, braucht aber kein extremes Sportprogramm, sondern vor allem abwechslungsreiche Beschäftigung und enge Einbindung in den Alltag. Wichtig ist die Kombination aus körperlicher Bewegung und geistiger Auslastung. Ein gelangweilter Bullterrier sucht sich sonst schnell eigene (unerwünschte) Beschäftigung.

Er eignet sich besonders für:

  • Aktive Menschen, die täglich Zeit für Spiel, Training und Spaziergänge haben
  • Hundeeltern mit Erfahrung, die liebevoll-konsequent führen können
  • Haushalte, in denen der Hund viel Familienanschluss bekommt und selten lange allein ist
  • Beschäftigung mit Köpfchen: Suchspiele, Apportieren, Trickdog und faires Spiel

Wer einen Bullterrier hält, sollte sich außerdem vorab über die rechtliche Lage am Wohnort informieren, da die Rasse in mehreren Bundesländern besonderen Auflagen unterliegt.

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Vorteile des Bullterriers

  • Extrem menschenbezogen: Der Bullterrier liebt seine Familie über alles und ist ein anhänglicher, verschmuster Begleiter.
  • Verspielt und humorvoll: Sein clowneskes Wesen sorgt für jede Menge gute Laune im Alltag.
  • Pflegeleichtes Fell: Das kurze, glatte Haar braucht nur gelegentliches Bürsten. Fellpflege ist kein großes Thema.
  • Robust und kräftig: Bei seriöser Zucht und guter Vorsorge ist der Bullterrier ein widerstandsfähiger, vitaler Hund.
  • Treu und loyal: Einmal aufgebaut, ist die Bindung an seine Menschen besonders eng.
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Herausforderungen des Bullterriers

  • Eigensinnig in der Erziehung: Der Bullterrier denkt gern mit und macht Dinge auf seine Weise. Geduld, Konsequenz und Humor sind gefragt. Für absolute Einsteiger ist er deshalb nur bedingt geeignet.
  • Hoher Beschäftigungsbedarf: Ohne ausreichend Bewegung und Kopfarbeit kann Langeweile in unerwünschtes Verhalten umschlagen. Plane täglich feste Beschäftigungszeiten ein.
  • Gesundheitliche Prädispositionen: Taubheit, Nieren- und Herzerkrankungen kommen rassetypisch vor. Achte auf einen Züchter, der gezielt auf diese Punkte testet, und auf regelmäßige Vorsorge.
  • Rechtliche Auflagen: In vielen Bundesländern steht der Bullterrier auf der Rasseliste. Informiere dich vor der Anschaffung über die Vorgaben (z. B. Wesenstest, Maulkorb- oder Leinenpflicht).

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Unser Fazit

  1. Für wen ist der Bullterrier ideal? Für aktive, erfahrene Hundeeltern, die viel Zeit mitbringen und einen anhänglichen, charakterstarken Begleiter suchen.
  2. Was macht ihn besonders? Sein unverwechselbarer Kopf, sein clownesker Humor und eine außergewöhnlich enge Bindung an seine Menschen.
  3. Familieneignung: Bei guter Sozialisierung ein toller Familienhund, sein stürmisches Spiel sollte rund um kleine Kinder aber begleitet werden.
  4. Was erfordert die Erziehung? Liebevolle Konsequenz, klare Regeln, frühe Sozialisierung und viel geistige wie körperliche Auslastung.
  5. Für wen ist er nicht geeignet? Für Menschen mit wenig Zeit, Berufstätige mit langen Abwesenheiten oder absolute Hunde-Neulinge, und für alle, die die rechtlichen Auflagen nicht erfüllen können.

Häufige Fragen zum Bullterrier

Ist der Bullterrier ein guter Anfängerhund?

Nur bedingt. Der Bullterrier ist eigensinnig, kräftig und braucht eine erfahrene, konsequente Führung. Für Erstbesitzer ohne Unterstützung durch eine gute Hundeschule ist er eher anspruchsvoll.

Wie viel Bewegung braucht ein Bullterrier?

Er ist energiegeladen und braucht täglich mehrere Spaziergänge plus Beschäftigung mit Köpfchen. Etwa ein bis zwei Stunden Aktivität pro Tag sind ein guter Richtwert. Wichtig ist die Mischung aus Bewegung und geistiger Auslastung.

Kann man einen Bullterrier in der Wohnung halten?

Ja, sofern er genug Auslauf und Beschäftigung bekommt. Als sehr menschenbezogener Hund fühlt er sich überall wohl, wo er nah bei seiner Familie sein darf. Wichtiger als die Quadratmeterzahl ist, dass er nicht lange allein bleiben muss.

Sind weiße Bullterrier häufiger taub?

Ja, Taubheit tritt bei reinweißen Bullterriern genetisch bedingt häufiger auf. Seriöse Züchter lassen Welpen per BAER-Hörtest untersuchen und verpaaren keine zwei reinweißen Tiere.

Ist der Bullterrier ein Listenhund?

In vielen deutschen Bundesländern steht der Bullterrier auf der Rasseliste, was mit besonderen Auflagen verbunden sein kann. Die Regelungen unterscheiden sich je nach Bundesland. Informiere dich daher unbedingt vor der Anschaffung über die Vorgaben an deinem Wohnort.

Wie alt wird ein Bullterrier?

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei rund 10 bis 14 Jahren. Gute Vorsorge, eine angepasste Ernährung und ein gesundes Gewicht können dazu beitragen, dass dein Bullterrier möglichst lange fit bleibt.

Unser Fazit: Der Bullterrier ist ein verspielter, extrem menschenbezogener Charakterkopf für aktive und konsequente Hundeeltern. Er braucht klare Führung, viel Beschäftigung und einen verantwortungsvollen Züchter, der auf Taubheit, Nieren und Herz testet. In vielen Bundesländern steht er auf der Rasseliste – informiere dich vorab über die rechtlichen Vorgaben an deinem Wohnort.

Bullterrier

  • Verspielt
  • Loyal
  • Waga: 22-38 kg
  • Rozmiar: 45-55 cm
  • Wiek: 10-14 Jahre
  • Kolor: Weiß
  • Poziom aktywności

    mało

    dużo

  • Pielęgnacja sierści

    mało

    dużo

  • Przyjazność dla dzieci

    mało

    dużo

  • Zdolność do szkolenia

    mało

    dużo

  • Wypadanie włosów

    mało

    dużo

  • Dla początkujących

    mało

    dużo

Der Bullterrier ist eine der unverwechselbarsten Hunderassen überhaupt: Sein eiförmiger Kopf mit der charakteristischen römischen Nase und den kleinen, dreieckigen Augen macht ihn auf den ersten Blick erkennbar. Hinter dem kräftigen, muskulösen Körperbau steckt ein verspielter Clown mit großem Herz – kaum eine Rasse ist so verschmust und menschenbezogen wie der Bullterrier. Gleichzeitig ist er eigensinnig, energiegeladen und braucht Hundeeltern, die wissen, was sie tun. Laut FCI-Standard zählt er zur Gruppe 3 (Terrier), Sektion 3 (Bullartige Terrier).

Auf dieser Seite erfährst du, was diese besondere Rasse ausmacht, welche Stärken und Herausforderungen sie mitbringt und worauf du bei der Haltung achten solltest.

Männlich Geschlecht Icon

Samce

24–38 kg

50–55 cm

10–14 Jahre

Weiblich Geschlecht Icon

Suczki

22–32 kg

45–52 cm

10–14 Jahre

Unser Fazit: Der Bullterrier ist ein verspielter, extrem menschenbezogener Charakterkopf für aktive und konsequente Hundeeltern. Er braucht klare Führung, viel Beschäftigung und einen verantwortungsvollen Züchter, der auf Taubheit, Nieren und Herz testet. In vielen Bundesländern steht er auf der Rasseliste – informiere dich vorab über die rechtlichen Vorgaben an deinem Wohnort.