Größe, Gewicht & Lebenserwartung

Rüden

  • 3–4 kg
  • 21–25 cm
  • 12–15 Jahre

Hündinnen

  • 3–4 kg
  • 20–23 cm
  • 12–15 Jahre

Der Malteser zählt zu den langlebigsten Hunderassen überhaupt. Bei guter Pflege und verantwortungsvoller Zucht erreichen viele Vierbeiner ein Alter von 15 Jahren und mehr – ein echter Lebensbegleiter also.

Herkunft & Geschichte

Anders als der Name vermuten lässt, stammt der Malteser nicht zwingend von der Insel Malta. Laut FCI-Standard liegt sein Ursprung im mittleren Mittelmeerraum, das Patronat über die Rasse hat Italien übernommen. Der Name leitet sich vom semitischen Wort „màlat" ab, das so viel wie „Zuflucht" oder „Hafen" bedeutet – ein Hinweis auf die Hafenstädte des Mittelmeers, in denen die Vorfahren dieses kleinen Hundes einst lebten.

Dort hatten die kleinen weißen Hunde ursprünglich sogar eine handfeste Aufgabe: Sie hielten die Lagerhäuser und Schiffsräume frei von Mäusen und Ratten. Mit der Zeit wandelte sich ihre Rolle jedoch grundlegend. Bereits in der Antike, später vor allem im 15. und 16. Jahrhundert, wurde der Malteser zum begehrten Schoß- und Gesellschaftshund adeliger Damen. Im 19. Jahrhundert verfeinerte man die Rasse in Großbritannien gezielt für Ausstellungen.

Wie sein enger Verwandter, der Bologneser, gehört der Malteser zur großen Familie der Bichons – kleinen, weißhaarigen Begleithunden mit langer europäischer Tradition. Diese jahrtausendealte Geschichte als reiner Gesellschaftshund prägt sein Wesen bis heute: Der Malteser will nicht jagen oder bewachen, er will vor allem eines – nah bei seinem Menschen sein.

Charakter & Wesen

Der Malteser ist ein aufgeweckter, intelligenter und ausgesprochen anhänglicher Hund. Der FCI-Standard beschreibt sein Wesen als „lebhaft, zärtlich und sehr intelligent" – und das trifft es gut. Er ist verspielt, lernfreudig und besitzt einen ausgeprägten „will to please", also den Wunsch, seinem Menschen zu gefallen. Gleichzeitig steckt in dem kleinen Körper ein erstaunlich selbstbewusster, manchmal frecher Charakter. Wer einen reinen Schoßhund erwartet, wird überrascht sein, wie viel Persönlichkeit in diesem Vierbeiner steckt.

Im Alltag zeigt sich der Malteser fröhlich, sensibel und stark menschenbezogen. Er möchte Teil der Familie sein und reagiert empfindlich auf einen harschen Ton – Erziehung gelingt am besten mit Geduld, Ruhe und Konsequenz. Trotz seiner Sensibilität ist er vergleichsweise leicht zu führen. Anders als beim oft eigenwilligeren Yorkshire Terrier gilt der Malteser als unkomplizierter Begleiter, der auch Erstbesitzern viel Freude macht.

Eine Eigenheit solltest du dennoch kennen: Fremden gegenüber ist der Malteser anfangs oft zurückhaltend und neigt dazu, sich durch Bellen bemerkbar zu machen. Diese Wachsamkeit ist rassetypisch, kann aber bei mangelnder Auslastung oder fehlender Erziehung in echtes Kläffen umschlagen. Mit guter Sozialisierung von Welpenalter an und konsequenten Regeln lässt sich das gut steuern. Mit Kindern versteht sich der gutmütige Vierbeiner in der Regel hervorragend – wegen seiner geringen Größe sollte der Umgang mit sehr kleinen Kindern allerdings immer beaufsichtigt werden.

Gesundheit & rassetypische Besonderheiten

Der Malteser gilt als grundsätzlich robuste und langlebige Rasse. Dennoch gibt es einige rassetypische Prädispositionen, über die du als Hundeeltern Bescheid wissen solltest. Am häufigsten ist die Patellaluxation – dabei springt die Kniescheibe (Patella) aus ihrer Gleitrinne, was zu kurzzeitigem Lahmen oder dem typischen Laufen auf drei Beinen führt. Sie tritt bei vielen kleinen Rassen auf. Verantwortungsvolle Züchter untersuchen ihre Elterntiere gezielt auf diese Veranlagung, weshalb die Züchterwahl hier besonders wichtig ist.

Eine zweite Besonderheit betrifft die Augen: Durch das lange Haar im Gesicht und verhältnismäßig große Augen neigt der Malteser zu Reizungen, Bindehautentzündungen und den bekannten bräunlichen Tränenflecken im weißen Fell. Tierärzt:innen empfehlen, das Haar rund um die Augen kurz zu halten und die Augenpartie regelmäßig sanft zu pflegen. Daneben können – wie bei vielen kleinen Rassen – Zahnprobleme auftreten, da im kleinen Kiefer viel Platz für Zahnstein und Engstände bleibt. Seltener, aber bekannt sind das sogenannte White-Shaker-Syndrom (eine meist gut behandelbare neurologische Störung), die Progressive Retinaatrophie (PRA) sowie bei Welpen eine Neigung zu Unterzuckerung (Hypoglykämie).

Die gute Nachricht: Viele dieser Themen lassen sich durch eine durchdachte Kombination aus seriöser Zucht, regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge und passender Pflege gut in den Griff bekommen. Achte bei der Anschaffung auf einen verantwortungsvollen Züchter, der Wert auf gesunde, untersuchte Elterntiere legt – das ist der wichtigste Hebel für ein langes, gesundes Hundeleben.

Ernährung

Als kleiner Hund mit teils empfindlichem Verdauungssystem profitiert der Malteser von einer hochwertigen, gut verträglichen Ernährung mit klar definierten Zutaten. Weil schon wenige Gramm zu viel bei einem 3–4 kg leichten Hund ins Gewicht fallen, ist ein gutes Gewichtsmanagement entscheidend: Übergewicht belastet die ohnehin empfindlichen Kniegelenke zusätzlich und kann eine Patellaluxation begünstigen. Bei Welpen ist außerdem die Neigung zur Unterzuckerung relevant – hier helfen mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt.

Für das namensgebende seidige, reinweiße Fell sind hochwertige Proteine sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren wertvoll, da sie Haut und Haar von innen unterstützen. Da Zahnprobleme rassetypisch sind, lohnt sich von Anfang an ein Blick auf die Zahngesundheit. Eine an die Bedürfnisse kleiner Rassen angepasste Ernährung kann den Vierbeiner über alle Lebensphasen hinweg unterstützen – am besten in Absprache mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.

Haltung & Beschäftigung

Der Malteser ist ein idealer Begleiter für das Leben in der Wohnung – auch in der Stadt. Wichtiger als ein großer Garten ist ihm die Nähe zu seiner Familie. Trotz seiner geringen Größe ist er aber kein reines „Sofatier": Er braucht täglich Bewegung, Spiel und geistige Beschäftigung, um ausgeglichen zu bleiben. Wird er unterfordert, sucht er sich seine Beschäftigung schnell selbst – nicht selten in Form von vermehrtem Bellen.

Er eignet sich besonders für:

  • Wohnungs- und Stadthaltung mit regelmäßigen Spaziergängen
  • Anfänger:innen, die einen unkomplizierten, lernfreudigen Hund suchen
  • Senior:innen und Menschen, die viel Zeit zu Hause verbringen
  • Familien, die einen menschenbezogenen Begleiter für viele Jahre suchen

Geistige Auslastung gelingt beim cleveren Malteser hervorragend über Trickdog, kleine Suchspiele und positives Training. Wer ein ähnlich menschenbezogenes, fröhliches Wesen schätzt, findet das übrigens auch beim Havaneser. Ein zentraler Punkt der Haltung bleibt die Fellpflege: Das lange, unterwollfreie Haar will täglich gebürstet werden, und regelmäßige Besuche beim Hundefriseur gehören dazu.

Vorteile des Maltesers

  • Idealer Stadt- und Wohnungshund: Durch seine geringe Größe und Anpassungsfähigkeit fühlt er sich auch auf kleinem Raum wohl, solange er nah bei seiner Familie ist.
  • Anfängerfreundlich: Sein freundliches, lernwilliges Wesen und der ausgeprägte „will to please" machen die Erziehung vergleichsweise unkompliziert.
  • Sehr langlebig: Mit einer Lebenserwartung von oft 15 Jahren und mehr begleitet er dich über einen langen Lebensabschnitt.
  • Wenig Haarverlust: Da der Malteser keine Unterwolle besitzt, haart er kaum – das macht ihn für viele Menschen, auch in sensiblen Haushalten, interessant.
  • Treuer Familienbegleiter: Er ist verschmust, kinderlieb und möchte am liebsten überall dabei sein.

Herausforderungen des Maltesers

  • Hoher Pflegeaufwand: Das seidige, lange Fell verfilzt schnell und muss täglich gebürstet werden – plane regelmäßige Termine beim Hundefriseur ein.
  • Neigung zum Bellen: Aus Wachsamkeit oder Unterforderung kann der Malteser zum Kläffer werden. Früh ansetzende, konsequente Erziehung und gute Auslastung beugen dem vor.
  • Empfindliche Augen & Tränenflecken: Reizungen und bräunliche Verfärbungen im Gesichtsfell sind rassetypisch. Halte das Haar rund um die Augen kurz und pflege die Augenpartie regelmäßig.
  • Gelenk- und Zahngesundheit: Patellaluxation und Zahnprobleme kommen häufiger vor. Achte auf einen verantwortungsvollen Züchter, ein gesundes Gewicht und regelmäßige tierärztliche Vorsorge.

Unser Fazit

  1. Für wen ist der Malteser ideal? Für Menschen, die einen kleinen, anhänglichen Begleiter für viele Jahre suchen – egal ob in der Stadtwohnung, als Anfänger:in oder im Ruhestand.
  2. Was macht ihn besonders? Sein reinweißes, seidiges Fell, seine hohe Lebenserwartung und sein liebenswertes, selbstbewusstes Wesen in einem zierlichen Körper.
  3. Familieneignung: Sehr gut – der gutmütige Malteser liebt Gesellschaft, mit sehr kleinen Kindern sollte der Umgang wegen seiner Zartheit aber beaufsichtigt werden.
  4. Was erfordert die Erziehung? Geduld, Ruhe und Konsequenz. Wichtig sind frühe Sozialisierung und das Steuern der Bellneigung – dann ist er ein unkomplizierter Hund.
  5. Für wen ist er nicht geeignet? Für alle, die wenig Zeit für tägliche Fellpflege und Nähe haben oder einen pflegeleichten, gern allein bleibenden Hund suchen.

Häufige Fragen zum Malteser

Ist der Malteser ein guter Anfängerhund?

Ja, der Malteser gilt als sehr anfängerfreundlich. Er ist intelligent, lernwillig und möchte seinem Menschen gefallen, sodass die Erziehung auch ohne Vorerfahrung gut gelingt. Wichtig sind Geduld, Konsequenz und frühe Sozialisierung.

Wie viel Bewegung braucht ein Malteser?

Trotz seiner geringen Größe braucht der Malteser täglich mehrere Spaziergänge sowie Spiel- und Beschäftigungszeit. Rund 30 bis 60 Minuten Bewegung am Tag halten ihn fit und ausgeglichen. Geistige Auslastung über Trickdog oder Suchspiele ist ihm ebenso wichtig wie körperliche.

Kann man einen Malteser in der Wohnung halten?

Ja, der Malteser ist ein idealer Wohnungs- und Stadthund. Er braucht keinen Garten, sondern vor allem die Nähe zu seiner Familie und regelmäßigen Auslauf. Wichtig ist, ihn ausreichend auszulasten, damit er sich nicht durch Bellen Aufmerksamkeit verschafft.

Haart ein Malteser stark und eignet er sich für Allergiker?

Der Malteser besitzt keine Unterwolle und haart daher sehr wenig. Ob er sich für Allergiker eignet, ist jedoch individuell und sollte vor dem Kauf abgeklärt werden – am besten durch persönlichen Kontakt mit den Elterntieren beim Züchter. Sein langes Fell verlangt im Gegenzug tägliche Pflege.

Wie alt wird ein Malteser?

Der Malteser zählt zu den langlebigsten Hunderassen. Bei guter Pflege und verantwortungsvoller Zucht liegt die Lebenserwartung bei etwa 12 bis 15 Jahren, häufig auch darüber. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge und ein gesundes Gewicht tragen entscheidend zu einem langen Hundeleben bei.

Bellt der Malteser viel?

Der Malteser ist wachsam und neigt dazu, Fremde oder ungewohnte Situationen durch Bellen anzuzeigen. Übermäßiges Kläffen ist aber meist eine Folge von Unterforderung oder fehlender Erziehung. Mit klaren Regeln, früher Sozialisierung und genug Beschäftigung lässt sich das gut kontrollieren.

Unser Fazit: Der Malteser ist ein anhänglicher, intelligenter Begleithund, der sich auch in der Stadtwohnung wohlfühlt und gut für Anfänger geeignet ist. Sein seidiges Fell verlangt allerdings tägliche Pflege, und seine Neigung zum Bellen will früh in geordnete Bahnen gelenkt werden. Wer Zeit für Nähe und Fellpflege mitbringt, bekommt einen treuen Gefährten mit großem Herz.

Malteser

  • Anhänglich
  • Verspielt
  • Gewicht: 3-4 kg
  • Größe: 20-25 cm
  • Alter: 12-15 Jahre
  • Farbe: Weiß
  • Aktivitätslevel

    wenig

    viel

  • Fellpflege

    wenig

    viel

  • Kinderfreundlichkeit

    wenig

    viel

  • Trainierbarkeit

    wenig

    viel

  • Haarverlust

    wenig

    viel

  • Anfängertauglichkeit

    wenig

    viel

Der Malteser ist einer der ältesten Begleithunde der Welt – ein kleiner Vierbeiner mit reinweißem, seidigem Fell und einem Wesen, das deutlich größer ist als sein zierlicher Körper. Laut FCI-Standard wird er nur 20 bis 25 cm groß und bringt gerade einmal 3 bis 4 kg auf die Waage. Hinter dem eleganten Äußeren steckt ein lebhafter, anhänglicher und überraschend selbstbewusster Hund, der seinen Menschen am liebsten überallhin begleitet. Schon seit Jahrtausenden ist der Malteser nichts anderes als ein Gesellschafts- und Begleithund – und genau das merkt man ihm bis heute an.

Auf dieser Seite erfährst du, was diese besondere Rasse ausmacht, welche Stärken und Herausforderungen sie mitbringt und worauf du bei der Haltung achten solltest.

Männlich Geschlecht Icon

Rüden

3–4 kg

21–25 cm

12–15 Jahre

Weiblich Geschlecht Icon

Hündinnen

3–4 kg

20–23 cm

12–15 Jahre

Unser Fazit: Der Malteser ist ein anhänglicher, intelligenter Begleithund, der sich auch in der Stadtwohnung wohlfühlt und gut für Anfänger geeignet ist. Sein seidiges Fell verlangt allerdings tägliche Pflege, und seine Neigung zum Bellen will früh in geordnete Bahnen gelenkt werden. Wer Zeit für Nähe und Fellpflege mitbringt, bekommt einen treuen Gefährten mit großem Herz.