Rassenspezifisches Hundefutter: Was bedeutet das?

Die Vorteile von rassenspezifischem Hundefutter

Viele Rassenfamilien unterscheiden sich nicht nur durch ihr Aussehen und ihre Charaktereigenschaften voneinander, sondern bringen auch aus medizinischer Sicht unterschiedliche Merkmale mit. Fast jede Rasse hat genetische Veranlagungen – sogenannte Prädispositionen – für bestimmte Krankheiten. Ähnlich wie im humanmedizinischen Bereich wurde auch bei Hunden in den letzten Jahrzehnten zunehmend der Einfluss der richtigen Ernährung auf die langfristige Gesundheit belegt. Es gibt sogar eigene Lehrstühle an renommierten Universitäten, wie z.B. der FU Berlin oder der TiHO Hannover, die sich dem Thema (Klein)tierernährung widmen. Besonders ausgewählte natürliche Zusatzstoffe standen im Fokus der Wissenschaft, und man konnte ihre präventive Wirkung auf typische Hundekrankheiten belegen. Ein rassenspezifisches Alleinfutter, das ausgewählte Zusatzstoffe enthält, ist somit aus medizinischer Sicht die beste Lösung, um den Anforderungen der Rasse gerecht zu werden und es den Hundeeltern dabei so einfach wie möglich zu machen – ohne sich mit den verschiedensten Ergänzungsmitteln auseinanderzusetzen.

Beispiele aus meinem Praxisalltag

Auch in der Praxis, also der täglichen Arbeit von uns Tiermedizinern, spielt das Futter bei einer holistischen Betrachtung (Ganzheitliche und Zweckmäßige Betrachtung) der Tiergesundheit eine ausschlaggebende Rolle. Fast jeden Tag sehen wir Hunde, die bereits erste Anzeichen für bestimmte rassenspezifische Krankheiten aufweisen. Zu uns in die Klinik kommen häufig Rassen der Retriever-Familie, also z.B. Labradore oder Goldies, die an Gelenkerkrankungen wie Hüft- oder Ellenbogendysplasie leiden. Daraus entsteht dann oft eine Arthrose, die sehr schmerzhaft für die Hunde werden kann. Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass sich knorpelaufbauende Zusatzstoffe wie Glukosamin und Choindritin positiv auf die Gesundheit der Gelenke auswirken und präventiv dem Verschleiß entgegenwirke können1,2Auch die ausreichende Versorgung mit Omega-3 Fettsäuren sowie ein genau abgestimmtes Kalzium/Phosphor Verhältnis ist aus diesem Grund für Retriever essenziell1. Ein weiteres Beispiel ist der Dobermann, der eine starke Disposition für DCM, einer Herzkrankheit, hat. Hier kann Annika, eine der Gründerinnen von HEY HOLY, ein Lied von singen (siehe About Us). Leider ist DCM nicht heilbar. Die richtige Ernährung kann aber präventiv wirken und zu einem längeren und gesünderen Hundeleben beitragen. Denn man weiß heute, dass eine Unterversorgung mit Taurin und Carnitin eine entscheidende Rolle in der Entstehung von DCM spielt3,4. Da jegliche Belastung des Herzes vermieden werden muss, sollte das Futter zudem proteinreich sein und über einen geringeren Fettanteil verfügen, um Übergewicht zu vermeiden. 

Wann unser rassenspezifisches Futter nicht geeignet ist

Unser rassenspezifisches Futter richtet sich im ersten Schritt an ausgewachsene Hunde. Welpen-Futter werden wir ebenfalls auf den Markt bringen, die ersten Produkte sind für Hunde in der Wachstumsphase jedoch noch nicht geeignet.

Auch bei akuten Krankheiten wie z.B. einer Niereninsuffizienz oder Harnsteinen sollte lieber ein auf die Krankheit abgestimmtes Hundefutter verfüttert werden. 

Du hast Fragen zum Thema rassenspezifische Hundeernährung, hast einen Mischling und bist dir nicht sicher, ob das HEY HOLY Futter auch für deinen Vierbeiner geeignet ist, oder hast generelles Feedback für uns? 

Dann zögere nicht und schreib uns auf info@heyholy.com oder auf Instagram.

 

Liebe Grüße,

eure

  • Aktuell bieten wir Futter für Retriever, Bulldoggen und Schäferhunde an

  • Dein Vierbeiner gehört nicht dazu? 

Du würdest gerne tiefer in dieses Thema einsteigen? Hier findest du weiterführende Literatur und Quellen:

1: Johnson, A. Karie; Lee, Anne H.; Swanson, Kelly S. (2020), “Nutrition and nutraceuticals in the changing management of osteoarthritis for dogs and cats”, Journal of the American Veterinary Medical Association, 2020

2: Mehler, Stephen J.; May, Lauren R; King, Crystal; Harris, William S.; Shah, Zubin (2016), A prospective, randomized, double blind, placebo- controlled evaluation of the effects of eicosapentaenoic acid and docosahexaenoic acid on the clinical signs and erythrocyte membrane polyunsaturated fatty acid concentrations in dogs with osteoarthritis, 2016, https://www.plefa.com/article/S0952-3278(15)30053-3/fulltext, 28.04.200

3: Freeman, Lisa M.; Stern, Joshua A.; Fries, Ryan; Adin, Darcy B.; Rush, John E. (2018), “Diet- associated dilated cardiomyopathy in dogs: what do we do?” Journal of the American Veterinary Medical Association, 2018

4: Killich, Markus (2018), Kleintierkardiologie; Hrsg. 1. Auflage. Stuttgart: Thieme