Bulldoggen Arten: alle Rassen im großen Überblick
Bulldoggen Arten sind keine einzelne Rasse, sondern eine ganze Familie kleiner bis mittelgroßer Molosser mit kurzer Schnauze, kräftigem Körperbau und dem typischen faltigen Gesicht. Die bekanntesten sind die Französische und die Englische Bulldogge, doch die Rassenfamilie zählt deutlich mehr Ausprägungen. In diesem Überblick stellen wir dir 15 Bulldoggen Arten vor, von den Klassikern bis zu selteneren Rassen wie dem Serrano, dem Continental oder dem Alapaha Blue Blood Bulldog, mit Größe, Gewicht, Charakter und einem ehrlichen Blick auf die Gesundheit.
Das Wichtigste in Kürze
- Keine einzelne Rasse: „Bulldogge" ist ein Sammelbegriff für kleine bis mittelgroße Molosser mit kurzer Schnauze und stämmigem Körper.
- 15 Bulldoggen Arten: von der Französischen und Englischen Bulldogge über Continental, Victorian und Leavitt bis zum seltenen Alapaha Blue Blood Bulldog.
- Große Spanne bei Größe und Gewicht: von der kleinen Französischen Bulldogge (ab 8 kg) bis zum American oder Red Tiger Bulldog mit über 50 kg.
- Zucht entscheidet über Gesundheit: Nicht die Rasse an sich, sondern die Zucht auf ein extrem kurzes Gesicht macht Probleme. Brachyzephale Rassen wie Englische und Französische Bulldogge sind besonders belastet.
- Lebenserwartung laut RVC VetCompass: Französische Bulldogge rund 4,5 Jahre, Englische Bulldogge 7,4 Jahre, während Hunde in Großbritannien im Schnitt 11,2 Jahre erreichen.
- Gesündere Alternativen: Rassen mit längerer Schnauze wie Continental Bulldog, Old English Bulldog oder Victorian Bulldog gelten als weniger anfällig für Atemprobleme.
- Gemeinsame Themen: Fast alle Bulldoggen teilen Baustellen wie Verträglichkeit, Haut und Zahngesundheit. Genau hier setzt rassenspezifisches Futter an.
Was ist eine Bulldogge?
Eine Bulldogge ist kein einzelner Hund, sondern ein Sammelbegriff für kleine bis mittelgroße Molosser, also doggenartige Hunde mit kräftigem Körperbau, breitem Kopf, kurzer Schnauze und meist faltiger Haut. Zu den großen Molossern zählen dagegen die Deutsche Dogge oder der Mastiff. Alle Bulldoggen Arten gehen auf die alte englische Bulldogge zurück, die ursprünglich für das grausame „Bull Baiting" gezüchtet wurde. Nach dem Verbot dieser Kämpfe im 19. Jahrhundert wurden die Hunde zu Begleithunden weiterentwickelt, und aus dieser Linie entstanden nach und nach die vielen Varianten, die wir heute kennen.
Die Bulldoggen Rassenfamilie zeichnet sich insbesondere durch die kurze Nase, das faltige Fell und die spitzen oder rosenförmigen Ohren aus. Die beliebteste Bulldogge unserer HEY HOLY Community ist die Französische Bulldogge, auch als Frenchie bekannt. Doch welche Arten der Bulldogge gibt es überhaupt? Der folgende Überblick zeigt dir die ganze Bandbreite.
Bulldoggen Arten im Überblick
Diese Tabelle fasst alle 15 Bulldoggen Arten mit Herkunft, Größe, Gewicht und einer kurzen Einordnung zur Gesundheit zusammen. So siehst du auf einen Blick, welche Rassen eher klein und welche eher kräftig sind und welche als vergleichsweise robust gelten. Die Detailwerte findest du weiter unten in den einzelnen Porträts wieder.
| Bulldoggen Art | Herkunft | Größe (Widerrist) | Gewicht | Gesundheitstendenz |
|---|---|---|---|---|
| Englische Bulldogge | Großbritannien | Rüde 31-40 cm, Hündin 31-40 cm | Rüde 23-25 kg, Hündin 18-23 kg | Brachyzephal, stark belastet |
| Französische Bulldogge | Frankreich | Rüde 27-35 cm, Hündin 24-32 cm | Rüde 9-14 kg, Hündin 8-13 kg | Brachyzephal, stark belastet |
| Old English Bulldogge | USA (Rückzüchtung) | Rüde 44-48 cm, Hündin 38-44 cm | Rüde 22-30 kg, Hündin 20-27 kg | Längere Schnauze, robuster |
| New English Bulldog | Rückzüchtung | 38-42 cm | Rüde 22-35 kg, Hündin 20-30 kg | Meist gesünder als Englische Bulldogge |
| Continental Bulldog | Schweiz | Rüde 42-50 cm, Hündin 40-48 cm | Rüde 25-30 kg, Hündin 22-27 kg | Jung, auf Gesundheit gezüchtet |
| American Bulldog | USA | Rüde 50-71 cm, Hündin 50-61 cm | Rüde 30-58 kg, Hündin 27-41 kg | Kräftig, HD/ED beachten |
| Alapaha Blue Blood Bulldog | USA (Georgia) | Rüde 50-66 cm, Hündin kleiner | Rüde 30-45 kg, Hündin 25-35 kg | Selten, gilt als robust |
| Australian Bulldog | Australien | Rüde 46-51 cm, Hündin 44-48 cm | Rüde 28-35 kg, Hündin 23-28 kg | Robust, intelligent |
| Victorian Bulldog | Großbritannien | Rüde 46-50 cm, Hündin 44-48 cm | Rüde 29-45 kg, Hündin 25-38 kg | Wenig Atemprobleme, robuster |
| Spanish Bulldog (Alano Español) | Spanien | Rüde 58-63 cm, Hündin 55-60 cm | Rüde 30-40 kg, Hündin 25-35 kg | Arbeitshund, robust |
| Serrano Bulldog | Brasilien | Rüde 50-56 cm, Hündin 48-53 cm | Rüde 31-40 kg, Hündin 25-35 kg | Robust, wachsam |
| Red Tiger Bulldog | USA | Rüde 55-65 cm, Hündin 55-60 cm | Rüde 35-50 kg, Hündin 30-45 kg | Auf Leistung und Gesundheit gezüchtet |
| Belgische Bulldogge | Belgien | Rüde 40-50 cm, Hündin 38-48 cm | Rüde 20-30 kg, Hündin 18-28 kg | Vielseitig, robust |
| Leavitt Bulldogge | USA | Rüde 40-48 cm, Hündin 38-45 cm | Rüde 25-36 kg, Hündin 20-32 kg | Gezielt auf Gesundheit gezüchtet |
| Russische Bulldogge | Russland | Rüde 45-55 cm, Hündin 42-52 cm | Rüde 25-35 kg, Hündin 23-32 kg | Selten, widerstandsfähig |
Auffällig ist die enorme Bandbreite: Zwischen der kleinen Französischen Bulldogge und einem ausgewachsenen American Bulldog liegen gut 40 kg Unterschied. Wie viel dein Hund am Napf tatsächlich braucht, hängt genau an diesen Werten, an Rasse, Größe und Gewicht.
Die Bulldoggen Arten im Porträt
Jede dieser Bulldoggen Arten hat ihre eigene Geschichte und ihren eigenen Charakter. Die genauen Größen- und Gewichtsangaben findest du in der Tabelle oben, hier geht es um das, was jede Rasse ausmacht.
Englische Bulldogge
Die Englische Bulldogge zählt zu den ältesten britischen Hunderassen und wird von der FCI unter der Standardnummer 149 geführt. Schon im antiken Rom tauchen bulldoggenartige Hunde auf, die in der Arena gegen Raubtiere eingesetzt wurden. Trotz dieser Kämpfernatur ist die Englische Bulldogge heute ein besonders treuer, geduldiger und liebenswürdiger Familienhund, dem bis heute ein eigensinniges Gemüt nachgesagt wird. Laut FCI-Rassestandard gilt sie als aufmerksam, mutig und zuverlässig, im Aussehen grimmig, im Wesen aber liebenswürdig.
Französische Bulldogge
Die Französische Bulldogge, liebevoll Frenchie genannt, hat sich aus der Englischen Bulldogge entwickelt. Als das Interesse an kleineren, friedlicheren Hunden wuchs, entstand diese kompakte Variante mit den typischen aufrechten Fledermausohren. Nachdem sich König Eduard VII. eine Französische Bulldogge zulegte, erlebte die Rasse einen Hype, der bis heute anhält. Ihr Wesen ist freundlich, liebevoll und gutmütig. Mehr über Haltung und Alltag erfährst du in unserem Rasseportrait zur Französischen Bulldogge.
Old English Bulldogge
Die Old English Bulldogge (Old English Bulldog, kurz OEB) ist der Versuch, zur ursprünglichen, gesünderen Bulldogge des 19. Jahrhunderts zurückzukehren. Sie ist deutlich aktiver und bewegungsfreudiger als die Englische Bulldogge, hat eine längere Schnauze und längere Beine. Die Bewegungsfreude konzentriert sich auf kurze, schnelle oder lange, ruhige Spaziergänge. Wegen ihrer Nähe zum Pitbull ist die Haltung je nach Bundesland eingeschränkt, das solltest du vor der Anschaffung prüfen. Alles Wichtige findest du im Old English Bulldog Rasseportrait.
New English Bulldog
Die New English Bulldog (NEB) ist eine weitere, modernere Rückzüchtung mit dem Ziel, die typischen gesundheitlichen Probleme der Englischen Bulldogge zu verringern. Sie liegt in der Größe zwischen Englischer und Old English Bulldogge, ist sportlicher und aktiver, kommt im Alltag aber ohne extreme Auslastung aus. Im Wesen gilt sie als umgänglich, fröhlich und ruhig. New English Bulldogs sind in der Regel gesünder und leiden seltener unter Atembeschwerden als die klassische Englische Bulldogge, weshalb sie sich auch für kleinere Wohnungen eignen.
Continental Bulldog
Der Continental Bulldog stammt aus der Schweiz und zählt zu den jüngsten Bulldoggen Arten: In Deutschland wird er erst seit 2015 als eigenständige Rasse geführt. Weil die Zucht von Anfang an auf Gesundheit und Funktion ausgerichtet war, hat er bislang vergleichsweise wenige rassetypische Krankheiten entwickelt. Sein Wesen ist offen, gutmütig, treu und aufmerksam. Mehr dazu im Continental Bulldog Rasseportrait.
American Bulldog
Der American Bulldog entstand nach der Besiedlung Amerikas aus der Kreuzung traditioneller Bulldoggen mit anderen Bulldoggen Arten. Durch seine kräftige Statur wurde er vor allem auf Farmen zum Bewachen von Hof und Vieh eingesetzt. Aus diesen Ursprüngen als Wachhund ist er bis heute territorial und verteidigt sein Revier. Er gilt als aktiv, freundlich, selbstbewusst, tapfer und eigenständig. Mehr im American Bulldog Rasseportrait.
Alapaha Blue Blood Bulldog
Der Alapaha Blue Blood Bulldog stammt aus dem US-Bundesstaat Georgia und ist nach dem dortigen Alapaha River benannt. Ursprünglich als Farm- und Wachhund der Südstaaten gezüchtet, ist er heute eine der seltensten Bulldoggen Arten: Weltweit sind nur wenige Hundert Tiere registriert, weshalb sich seit 1979 eine eigene Zuchtvereinigung um den Erhalt kümmert. Auffällig ist der starke Geschlechtsdimorphismus, Rüden werden deutlich größer und schwerer als Hündinnen. Sein Wesen ist wachsam, selbstbewusst, loyal und sehr menschenbezogen. Er gilt als robust, gehört aufgrund von Kraft und Schutztrieb aber in erfahrene Hände.
Australian Bulldog
Der Australian Bulldog, oft auch Aussie Bulldog genannt, ist eine weitere Ausprägung der Bulldoggen Rassenfamilie. Besonders hervorzuheben ist seine Intelligenz: Bei dieser Rasse reicht körperliches Training allein nicht aus, auch mentale Auslastung ist wichtig für ein ausgeglichenes Zusammenleben. Im Wesen ist er loyal, liebenswürdig und anpassungsfähig.
Victorian Bulldog
Der Victorian Bulldog stammt wie die Englische Bulldogge aus Großbritannien, gilt aber als deutlich gesünder, weil die Überzüchtung hier nicht so weit vorangeschritten ist. Er hat in der Regel geringere Atem- und Fellprobleme und zählt damit zu den pflegeleichteren Rassen unter den Bulldoggen. Im Wesen ist er loyal, anhänglich und beschützend. Mehr im Victorian Bulldog Rasseportrait.
Spanish Bulldog (Alano Español)
Der Alano Español, auch als Spanish Bulldog bekannt, ist die spanische Ausprägung der Bulldoggen Familie. Ursprünglich wurde er als Bullenbeißer bei Stierkämpfen eingesetzt und entwickelte sich später zum idealen Wachhund. Trotz fortschreitender Sozialisierung ist sein Kampfgeist ausgeprägt geblieben, Konfrontationen geht er nicht aus dem Weg. Er gilt als selbstsicher, intelligent, anhänglich und zielstrebig.
Serrano Bulldog
Der Serrano Bulldog ist eine brasilianische Ausprägung der Bulldoggen Rasse. Der Begriff „Serrano" kommt aus dem Portugiesischen und bedeutet so viel wie Hang oder Berg. Er wurde als Arbeits- und Wachhund gezüchtet und gilt als loyal, wachsam und mutig.
Red Tiger Bulldog
Der Red Tiger Bulldog stammt vom American Bulldog ab und wurde mit dem Ziel gezüchtet, eine kräftige, farblich ausdrucksstarke Bulldogge zu schaffen und dabei funktionale Arbeitseigenschaften zu erhalten. Durch die gezielte Zucht sollen ein höheres Maß an Gesundheit, mehr Ausdauer und ein ausgeprägter Kopf erreicht werden. Auch diese Ausprägung verfügt in der Regel nicht über die typischen Atemwegsprobleme vieler anderer Bulldoggen. Im Wesen gilt er als dominant, loyal und intelligent.
Belgische Bulldogge
Die Belgische Bulldogge ist weniger bekannt als ihre französischen und englischen Verwandten. Ursprünglich wurde sie für verschiedene Arbeitsaufgaben gezüchtet, darunter das Hüten von Vieh. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit und Robustheit erfreut sie sich wachsender Beliebtheit als Familien- und Begleithund. Ihr Wesen ist energisch, wachsam und loyal, mit einer ausgeprägten Bindung an ihre Menschen.
Leavitt Bulldogge
Die Leavitt Bulldogge wurde in den 1970er Jahren von David Leavitt entwickelt, um eine Bulldogge zu schaffen, die gesünder und aktiver ist als die damals existierenden Rassen. Sie zeichnet sich durch eine athletische Statur und ihre Langlebigkeit aus. Im Wesen ist sie freundlich, ausgeglichen, anhänglich und leicht zu trainieren, was sie zu einem hervorragenden Familienhund macht.
Russische Bulldogge
Die Russische Bulldogge ist eine seltene Rasse, die hauptsächlich in Russland gezüchtet wurde. Ursprünglich für Wach- und Schutzaufgaben eingesetzt, ist sie bekannt für ihre Widerstandsfähigkeit und ihren starken Charakter. Im Wesen ist sie loyal, mutig und beschützend, mit einem ausgeprägten Wachinstinkt gegenüber ihrer Familie.
Neben diesen 15 Arten tauchen im Sprachgebrauch weitere Namen auf. Der Campeiro Bulldog und der Renascence Bulldog etwa sind ähnliche Rückzüchtungen, während der American Bully streng genommen keine Bulldogge, sondern eine eigenständige, vom American Staffordshire Terrier abstammende Bully-Rasse ist. Für die Futter- und Haltungsfrage ist am Ende ohnehin weniger der genaue Name entscheidend als Größe, Körperbau und Gesundheit deines Hundes.
Englische, Old English und New English Bulldogge: die Unterschiede
Der Unterschied liegt vor allem in Alter der Zucht, Schnauzenlänge und Gesundheit: Die Englische Bulldogge ist die ursprüngliche, stark brachyzephale FCI-Rasse mit sehr kurzem Gesicht. Old English und New English Bulldog sind neuere Rückzüchtungen, die die alte, funktionalere Bulldogge nachbilden sollen, mit längerer Schnauze, längeren Beinen und in der Regel besserer Atmung.
Die Old English Bulldogge geht auf ein gezieltes Rückzüchtungsprogramm zurück und ist größer, sportlicher und langlebiger angelegt. Die New English Bulldog liegt größenmäßig zwischen der Englischen und der Old English Bulldogge und wird ebenfalls auf mehr Gesundheit selektiert. Wichtig zu wissen: Old English und New English Bulldog sind nicht von der FCI anerkannt, ihre Standards legen einzelne Zuchtvereine fest. Wer eine dieser Varianten sucht, sollte deshalb besonders genau auf die einzelne Zuchtlinie achten.
Wie gesund sind Bulldoggen? Brachyzephalie und Qualzucht
Wie gesund eine Bulldogge ist, hängt weniger von der Rasse selbst ab als von der Zucht auf ein extrem kurzes Gesicht. Dieses Merkmal nennt man Brachyzephalie, und es ist die Ursache vieler typischer Bulldoggen-Probleme. Der Schädel ist verkürzt, das Weichgewebe in Nase und Rachen aber nicht, dadurch wird der Atemweg eng. Die Folge kann das brachyzephale Atemwegssyndrom (BOAS) sein, zusammen mit Haut-, Augen- und Zahnproblemen durch Falten, hervorstehende Augen und ein gedrängtes Gebiss.
Wie deutlich sich das auf die Lebenserwartung auswirkt, zeigen die VetCompass-Daten des Royal Veterinary College (Teng und Kolleg:innen, 2022, veröffentlicht in Scientific Reports). Sie sind ein starkes Argument dafür, beim Kauf auf eine moderate Schnauzenlänge zu achten:
Für die Französische und die Englische Bulldogge ist die Belastung am größten. Eine VetCompass-Studie zur Französischen Bulldogge (O'Neill und Kolleg:innen, 2021) fand ein vielfach erhöhtes Risiko für verengte Nasenlöcher, BOAS, Hautfaltenentzündungen und Augenprobleme im Vergleich zu anderen Hunden. Das heißt nicht, dass jede Bulldogge krank ist, aber es lohnt sich, bei der Zucht genau hinzusehen.
Neben der Atmung sind Verdauung und Haut häufige Themen bei Bulldoggen. Viele Frenchies und Englische Bulldoggen neigen zu einem empfindlichen Magen. Wie du damit umgehst, liest du in unserem Ratgeber zu Blähungen bei deiner Bulldogge. Auch die Zahngesundheit verdient wegen des gedrängten Gebisses besondere Aufmerksamkeit.
Welche Bulldogge passt zu dir?
Welche Bulldogge zu dir passt, hängt von Platz, Aktivität und deinen Erwartungen an die Gesundheit ab. Für eine Stadtwohnung eignen sich kompakte, ruhige Typen wie die Französische oder die New English Bulldog, während kräftige Arbeitshunde wie American, Serrano oder Alapaha Blue Blood Bulldog viel Bewegung und eine erfahrene Hand brauchen.
Die meisten Bulldoggen gelten als menschenbezogen, geduldig und kinderlieb, was sie zu beliebten Familienhunden macht. Wenn dir die Gesundheit besonders wichtig ist, lohnt der Blick auf Rassen mit längerer Schnauze wie Continental, Old English, Victorian oder Leavitt Bulldogge. Und unabhängig von der Rasse gilt: Bei Hitze ist für alle Bulldoggen Vorsicht geboten, denn die kurze Schnauze kühlt schlechter. Wie viel Auslauf eine kleine Bulldogge braucht, zeigt unser Gassi-Guide für die Französische Bulldogge.
Das richtige Futter für Bulldoggen
So unterschiedlich die Bulldoggen Arten sind, so ähnlich sind ihre Ernährungsthemen: empfindliche Verdauung, Haut und Fell, Gelenke bei den schweren Typen und ein Gebiss, das zu Zahnproblemen neigt. Ein gutes Alleinfutter setzt genau hier an, mit einer verträglichen, klar deklarierten Rezeptur, die zu Größe und Bedarf des Hundes passt. Was rassenspezifische Ernährung bedeutet, erklären wir dir im Ratgeber rassenspezifisches Hundefutter, und warum HEY HOLY so füttert, liest du auf unserer Seite zur Wissenschaft hinter dem Bulldoggen-Futter.
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Häufige Fragen zu Bulldoggen Arten
Wie viele Bulldoggen Arten gibt es?
Es gibt keine feste Zahl, weil nur wenige Bulldoggen von der FCI offiziell anerkannt sind, darunter die Englische, die Französische und der Continental Bulldog. Rechnet man die von Zuchtvereinen geführten Typen und regionalen Ausprägungen hinzu, kommt man auf rund 15 verbreitete Bulldoggen Arten, die wir in diesem Überblick vorstellen.
Was ist der Unterschied zwischen Englischer, Old English und New English Bulldogge?
Die Englische Bulldogge ist die ursprüngliche, stark brachyzephale FCI-Rasse mit sehr kurzer Schnauze. Old English und New English Bulldog sind neuere Rückzüchtungen mit längerer Schnauze, längeren Beinen und meist besserer Gesundheit. Beide sind nicht von der FCI anerkannt, ihre Standards legen einzelne Zuchtvereine fest.
Welche Bulldoggen Arten gelten als gesund?
Als robuster gelten Rassen mit längerer Schnauze und ohne extreme Faltenbildung, etwa Continental Bulldog, Old English Bulldog, Victorian Bulldog und Leavitt Bulldogge. Entscheidend ist aber immer die einzelne Zuchtlinie: Eine moderate Schnauze, freie Atmung und Gesundheitsnachweise der Elterntiere sagen mehr aus als der Rassename allein.
Welche ist die kleinste und welche die größte Bulldogge?
Die kleinste Bulldogge ist die Französische Bulldogge mit rund 8 bis 14 kg. Am oberen Ende liegen der American Bulldog und der Red Tiger Bulldog, die über 50 kg wiegen und beim American Bulldog bis zu 71 cm Schulterhöhe erreichen können.
Ist eine Bulldogge ein guter Familienhund?
Ja, die meisten Bulldoggen gelten als menschenbezogen, geduldig und kinderlieb und sind deshalb beliebte Familienhunde. Wichtig ist, Größe und Temperament zur eigenen Lebenssituation passend zu wählen und bei brachyzephalen Rassen auf Bewegung bei Hitze und freie Atmung zu achten.
Worauf sollte ich beim Kauf einer Bulldogge achten?
Achte auf eine seriöse Zucht, die die Elterntiere gesundheitlich untersucht und offen dokumentiert. Gute Zeichen sind eine moderate Schnauzenlänge, offene Nasenlöcher, freie Atmung und wenig extreme Falten. Von Angeboten mit extrem kurzem Gesicht oder auffälligen Atemgeräuschen solltest du Abstand nehmen, das ist ein Hinweis auf Qualzucht.
Welches Futter braucht eine Bulldogge?
Eine Bulldogge braucht ein vollwertiges Alleinfutter, das gut verträglich und auf ihren Bedarf abgestimmt ist. Da viele Bulldoggen empfindlich auf Haut, Verdauung und Zähne reagieren, sind eine verträgliche, klar deklarierte Rezeptur und die passende Menge nach Größe und Gewicht sinnvoll. Welche Rezeptur zu deinem Hund passt, findest du am schnellsten über unser Futter-Quiz heraus.
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- Bulldoggen sind eine ganze Familie kleiner bis mittelgroßer Molosser, keine einzelne Rasse.
- Die bekanntesten sind die Französische und die Englische Bulldogge, daneben gibt es rund ein Dutzend weitere Arten von Continental bis Alapaha Blue Blood Bulldog.
- Größe und Gewicht reichen von 8 kg bis über 50 kg. Ein Blick in die Vergleichstabelle lohnt sich vor der Entscheidung.
- Gesundheit hängt weniger an der Rasse als an der Zucht: Je kürzer die Schnauze und je extremer das Aussehen, desto höher das Risiko für Atem-, Haut- und Augenprobleme.
- Laut RVC VetCompass haben Französische (rund 4,5 Jahre) und Englische Bulldogge (7,4 Jahre) eine deutlich kürzere Lebenserwartung als der Schnitt von 11,2 Jahren.
- Wer Wert auf Gesundheit legt, achtet auf eine moderate Schnauze und eine seriöse Zuchtlinie.
- Alle Bulldoggen teilen Themen wie Verträglichkeit, Haut und Zähne. Hier hilft rassenspezifisches, gut verträgliches Futter. 🐾
Über die Autorin
Helena Bröring-Veith (Med. Vet.) ist Tierärztin im HEY HOLY Team. Sie hat an der Tierärztlichen Hochschule Hannover studiert und begleitet bei HEY HOLY als fachliche Reviewerin die Inhalte rund um Tiergesundheit und Ernährung. Mehr über das Team erfährst du auf unserer Über-uns-Seite.
