Größe, Gewicht & Lebenserwartung

Rüden

  • 30 bis 40 kg
  • 59 bis 70 cm (Idealmaß 62 bis 67 cm)
  • 11 bis 14 Jahre

Hündinnen

  • 25 bis 35 kg
  • 57 bis 65 cm (Idealmaß 59 bis 63 cm)
  • 11 bis 14 Jahre

Herkunft & Geschichte

Der Weimaraner ist eine deutsche Rasse mit langer Tradition. Seinen Namen verdankt er dem Hof zu Weimar, wo Großherzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757 bis 1828) bereits im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts silbergraue Jagdhunde hielt. Über die genaue Entstehung gibt es zahlreiche Theorien. Sicher ist, dass der Weimaraner damals noch viel Leithundblut führte und vermutlich auf Hunde wie den St.-Hubertus-Hund (einen Vorfahren des Bloodhounds) und frühe Bracken zurückgeht. Eingesetzt wurde er ursprünglich für die Jagd auf Großwild wie Hirsch, Wildschwein und Wolf.

Mit dem Ende der klassischen Leithundjagd kreuzten Berufsjäger und Förster, vor allem in der Gegend um Weimar und in Thüringen, ihre Hunde mit Hühnerhunden weiter und züchteten auf jagdliche Leistung. Ab etwa 1890 wurde die Rasse planmäßig und zuchtbuchmäßig erfasst, 1897 gründete sich der „Verein zur Reinzucht des silbergrauen Weimaraner-Vorstehhundes", aus dem der heutige Rasseclub hervorging. Laut FCI wird der Weimaraner als Standard Nr. 99 geführt und gehört zur Gruppe 7 (Vorstehhunde), Sektion 1.1 (Kontinentale Vorstehhunde, Typ „Braque").

Wie auch der eng verwandte Deutsch Kurzhaar zählt der Weimaraner damit zu den kontinentalen Vorstehhunden. In Deutschland wird er bis heute überwiegend jagdlich geführt, der Weimaraner Klub gibt Welpen traditionell vorrangig an Jäger ab. In Ländern wie den USA, Kanada und Großbritannien wurde die Zucht dagegen stärker auf ein familientaugliches Wesen ausgerichtet, sodass der Weimaraner dort auch als Begleit-, Rettungs- und Therapiehund weit verbreitet ist.

Charakter & Wesen

Der Weimaraner ist ein selbstbewusster, hochintelligenter Hund mit enormem Bewegungs- und Arbeitswillen. Charakteristisch ist seine außergewöhnlich enge Bindung an den Menschen: Viele Weimaraner gelten als regelrechte „Schattenhunde", die ihre Bezugsperson am liebsten überallhin begleiten und nur ungern allein bleiben. In der Familie sucht sich der Weimaraner häufig eine feste Fokusperson, der er besonders aufmerksam folgt. Bei guter Sozialisierung schließt er aber auch den Rest der Familie ins Herz.

Gleichzeitig ist diese Rasse sehr sensibel. Der Weimaraner reagiert empfindlich auf harte Worte oder Druck und verträgt einen strengen Erziehungsstil schlecht, das führt eher zu Sturheit als zu Kooperation. Tierärzt:innen und erfahrene Halter:innen empfehlen daher eine ruhige, konsequente und liebevolle Führung mit positiver Verstärkung. Je gelassener und souveräner sein Mensch auftritt, desto ausgeglichener zeigt sich auch der Hund.

Zum Wesen gehören außerdem ein ausgeprägter Jagdtrieb und ein deutlicher Schutzinstinkt. Fremden gegenüber ist der Weimaraner oft zurückhaltend bis wachsam, was ihn zu einem aufmerksamen Wachhund macht. Wer einen ähnlich sensiblen, eng bindenden Vorstehhund sucht, findet diese Eigenschaften auch beim Vizsla, einer Rasse mit vergleichbarem Temperament und Beschäftigungsbedarf.

Gesundheit & rassetypische Besonderheiten

Der Weimaraner gilt grundsätzlich als robuste und langlebige Rasse, bringt aber (wie viele große, tiefbrüstige Jagdhunde) einige typische Prädispositionen mit. Häufiger als bei kleineren Rassen treten Gelenkerkrankungen wie Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) auf. Dabei handelt es sich um Fehlentwicklungen der Gelenke, die zu Lahmheit und Schmerzen führen können. Seriöse Züchter:innen lassen die Elterntiere per Röntgen auf HD und ED untersuchen, achte beim Welpenkauf unbedingt auf entsprechende Nachweise.

Ein besonders ernstes Thema ist die Magendrehung (Gastric Dilatation-Volvulus, GDV). Aufgrund seiner tiefen Brust hat der Weimaraner eine erhöhte Prädisposition für diese lebensbedrohliche Erkrankung, bei der sich der mit Gas gefüllte Magen um die eigene Achse dreht und die Blutzufuhr abschnürt. Hier zählt jede Minute, bei Symptomen wie aufgeblähtem Bauch, Unruhe und erfolglosem Würgen ist sofort tierärztliche Hilfe nötig. Vorbeugend empfehlen Tierärzt:innen, die Tagesration auf mehrere kleine Mahlzeiten zu verteilen und dem Hund nach dem Fressen Ruhe zu gönnen. Daneben kommen in der Rasse Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), Epilepsie sowie Augenerkrankungen wie Entropium (nach innen gerolltes Augenlid) und Katarakt (grauer Star) vor.

Diese Veranlagungen bedeuten nicht, dass jeder Weimaraner erkrankt, sie zeigen aber, wie wichtig eine verantwortungsvolle Züchterwahl ist. Ein Welpe aus einer seriösen Zucht mit lückenlosen Gesundheitsuntersuchungen und offiziellen Papieren hat die besten Voraussetzungen für ein langes, beschwerdefreies Hundeleben. Ergänzend helfen regelmäßige Vorsorge beim Tierarzt, ein gesundes Gewicht und eine angepasste Ernährung, das Risiko rassetypischer Beschwerden zu senken.

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Ernährung

Als großer, sehr aktiver Hund hat der Weimaraner einen hohen Energiebedarf, gleichzeitig neigt er bei Bewegungsmangel oder Überfütterung zu Übergewicht, das die Gelenke zusätzlich belastet. Eine hochwertige, gut verdauliche Ernährung mit einer klaren Proteinquelle und einem ausgewogenen Nährstoffprofil bildet daher die Grundlage. Besonders bei jungen Weimaranern in der Wachstumsphase ist eine angepasste Fütterung wichtig: Ein zu schnelles Wachstum kann Gelenkerkrankungen wie HD begünstigen, weshalb der Energie- und Calciumgehalt im Welpenalter sorgfältig abgestimmt sein sollte.

Für gelenkbelastete Rassen wie den Weimaraner können knorpelunterstützende Nährstoffe wie Glucosamin, Chondroitin und Omega-3-Fettsäuren sinnvoll sein. Studien zeigen, dass sie die Gelenkgesundheit positiv begleiten können. Wegen der Prädisposition für Magendrehung ist außerdem die Fütterungsroutine entscheidend: mehrere kleine Portionen statt einer großen Mahlzeit und Ruhe rund um die Fütterung. Wie bei verwandten großen Jagdhunden (etwa dem Rhodesian Ridgeback) gilt: Die Futtermenge sollte immer an Alter, Gewicht und tatsächliches Aktivitätsniveau angepasst werden.

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Haltung & Beschäftigung

Der Weimaraner ist kein Hund für nebenbei. Sein Bewegungsbedarf ist enorm: Mindestens zwei Stunden intensive Bewegung pro Tag sind realistisch, dazu kommt anspruchsvolle geistige Auslastung. Reine Spaziergänge im Schritttempo reichen ihm bei Weitem nicht, er braucht echte Aufgaben. Wird er jagdlich geführt, ist er in seinem Element; ohne jagdliche Auslastung musst du für vollwertigen Ersatz sorgen. Ein ländliches, bewegungsfreundliches Umfeld kommt seinen Bedürfnissen entgegen.

Er eignet sich besonders für:

  • Erfahrene, aktive Hundeeltern mit viel Zeit und sportlichem Lebensstil
  • Jäger:innen oder Halter:innen, die jagdnahe Beschäftigung anbieten können
  • Hundesport wie Mantrailing, Dummytraining, Fährtenarbeit oder Apportieren
  • Menschen, die einen engen, eng gebundenen Begleiter suchen und ihn nicht stundenlang allein lassen

Wichtig ist eine durchdachte Kombination aus körperlicher Auslastung, Kopfarbeit und klarer, ruhiger Führung. Ein unausgelasteter Weimaraner kann unruhig oder destruktiv werden, ein ausgelasteter dagegen ist ein erstaunlich ausgeglichener und angenehmer Hausgenosse. Das Alleinbleiben sollte früh und behutsam aufgebaut werden, da viele Weimaraner ungern allein sind.

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Vorteile des Weimaraners

  • Hohe Intelligenz: Der Weimaraner lernt schnell und differenziert, wer ihn gut anleitet, wird von seiner Auffassungsgabe begeistert sein.
  • Enge Bindung: Als „Schattenhund" baut er eine sehr tiefe Beziehung zu seinem Menschen auf und ist ein treuer, anhänglicher Begleiter.
  • Vielseitiger Arbeitshund: Vom Vorstehen über die Wasserarbeit bis zur Arbeit nach dem Schuss ist er ein außergewöhnlich vielseitiger Jagdgebrauchshund.
  • Wachsamkeit: Sein ausgeprägter Schutzinstinkt macht ihn zu einem aufmerksamen, zuverlässigen Wachhund.
  • Pflegeleichtes Fell: Das kurze Haar braucht wenig Pflege, gelegentliches Bürsten genügt in der Regel.
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Herausforderungen des Weimaraners

  • Kein Anfängerhund: Sein starker Wille, der Jagdtrieb und die Sensibilität verlangen Erfahrung, plane bei Unsicherheit professionelle Unterstützung durch eine gute Hundeschule ein.
  • Sehr hoher Beschäftigungsbedarf: Ohne ausreichende körperliche und geistige Auslastung kann er unruhig oder destruktiv werden, ehrlich einschätzen, ob du täglich zwei Stunden plus Kopfarbeit aufbringen kannst.
  • Schweres Alleinbleiben: Viele Weimaraner sind ungern allein. Das Alleinbleiben muss frühzeitig und schrittweise trainiert werden.
  • Gesundheitliche Prädispositionen: Neigung zu HD, ED und Magendrehung, achte auf einen verantwortungsvollen Züchter mit Gesundheitsnachweisen und auf eine angepasste Fütterungsroutine.

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Unser Fazit

  1. Für wen ist der Weimaraner ideal? Für erfahrene, sehr aktive Hundeeltern, die ihm täglich viel Bewegung, Kopfarbeit und am besten jagdnahe Aufgaben bieten, und die einen engen, immer präsenten Begleiter schätzen.
  2. Was macht ihn besonders? Die Kombination aus hoher Intelligenz, eleganter Erscheinung und außergewöhnlich tiefer Bindung an seinen Menschen.
  3. Familieneignung: Als Familienhund geeignet, wenn der Lebensstil sportlich ist und klare Strukturen herrschen. Mit älteren Kindern kommt er meist gut zurecht; bei Kleinkindern ist wegen seiner Größe und Energie etwas Vorsicht ratsam.
  4. Was erfordert die Erziehung? Ruhe, Konsequenz und Geduld statt Härte. Positive Verstärkung und eine souveräne Bezugsperson sind der Schlüssel.
  5. Für wen ist er NICHT geeignet? Für Anfänger, Berufstätige mit langen Abwesenheiten oder Menschen, die einen genügsamen, ruhigen Sofahund suchen.

Häufige Fragen zum Weimaraner

Ist der Weimaraner ein guter Anfängerhund?

Nein. Der Weimaraner ist aufgrund seiner Intelligenz, seines starken Willens und seines ausgeprägten Jagdtriebs kein klassischer Anfängerhund. Er braucht erfahrene Hundeeltern, die ihn konsequent, aber liebevoll führen können.

Wie viel Bewegung braucht ein Weimaraner?

Sehr viel. Plane mindestens zwei Stunden intensive Bewegung pro Tag ein, ergänzt durch geistige Auslastung wie Fährten- oder Dummyarbeit. Reine Spaziergänge reichen dieser arbeitsfreudigen Rasse nicht aus.

Kann man einen Weimaraner in der Wohnung halten?

Grundsätzlich ist Wohnungshaltung möglich, sofern der Hund ausreichend ausgelastet wird. Ideal ist jedoch ein ländliches, bewegungsfreundliches Umfeld. Ohne genügend Beschäftigung wird er in der Wohnung schnell unruhig.

Ist der Weimaraner kinderfreundlich?

Mit guter Sozialisierung kommt der Weimaraner meist gut mit älteren Kindern aus und ist ein verspielter Begleiter. Bei kleinen Kindern ist wegen seiner Größe und Energie etwas Vorsicht geboten, da er sie versehentlich umrennen könnte.

Wie alt wird ein Weimaraner?

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei etwa 11 bis 14 Jahren. Mit verantwortungsvoller Zucht, guter Ernährung und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge kann der Weimaraner ein hohes Alter bei guter Gesundheit erreichen.

Kann ein Weimaraner gut allein bleiben?

Das fällt vielen Weimaranern schwer, da sie sich sehr eng an ihre Bezugsperson binden. Das Alleinbleiben sollte früh und in kleinen Schritten trainiert werden, um Trennungsstress vorzubeugen.

Unser Fazit: Der Weimaraner ist ein hochintelligenter, eng bindender Jagdhund für erfahrene, sportliche Hundeeltern, die ihm täglich viel Bewegung und echte Aufgaben bieten können. Als reiner Sofahund oder Anfängerhund ist er nicht geeignet – wer ihm aber gerecht wird, bekommt einen treuen und vielseitigen Partner.

Weimaraner

  • Intelligent
  • Anhänglich
  • Poids: 25-40 kg
  • Taille: 57-70 cm
  • Âge: 11-14 Jahre
  • Couleur: Silbergrau
  • Niveau d'activité

    peu

    beaucoup

  • Soins du pelage

    peu

    beaucoup

  • Amitié avec les enfants

    peu

    beaucoup

  • Capacité d'entraînement

    peu

    beaucoup

  • Perte de poils

    peu

    beaucoup

  • Adapté aux débutants

    peu

    beaucoup

Der Weimaraner ist einer der elegantesten und auffälligsten Jagdhunde Deutschlands – erkennbar an seinem silbergrauen, wie geölt glänzenden Fell und den ausdrucksstarken bernsteinfarbenen Augen. Hinter dem edlen Äußeren steckt ein hochintelligenter, ausdauernder Vorstehhund mit ausgeprägtem Arbeitswillen und einer tiefen Bindung an seinen Menschen. Der „silberne Geist", wie er liebevoll genannt wird, ist sensibel, wachsam und eng auf seine Bezugsperson fixiert. Wer ihm gerecht werden will, braucht Zeit, Erfahrung und einen aktiven Lebensstil – denn dieser Hund will gefordert werden, körperlich wie geistig.

Auf dieser Seite erfährst du, was diese besondere Rasse ausmacht, welche Stärken und Herausforderungen sie mitbringt und worauf du bei der Haltung achten solltest.

Männlich Geschlecht Icon

Mâles

30–40 kg

59–70 cm (Idealmaß 62–67 cm)

11–14 Jahre

Weiblich Geschlecht Icon

Femelles

25–35 kg

57–65 cm (Idealmaß 59–63 cm)

11–14 Jahre

Unser Fazit: Der Weimaraner ist ein hochintelligenter, eng bindender Jagdhund für erfahrene, sportliche Hundeeltern, die ihm täglich viel Bewegung und echte Aufgaben bieten können. Als reiner Sofahund oder Anfängerhund ist er nicht geeignet – wer ihm aber gerecht wird, bekommt einen treuen und vielseitigen Partner.