Ravishing

Retriever

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Curly Coated
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Flat-coated
Nova Scotia Duck Tolling

    Aktuelle Forschungs­ergebnisse

  • Ein beschädigter Knorpel verliert an Substanz und wird weniger elastisch. In verschiedenen Studien konnten positive Effekte von
    Chondroitinsulfat auf den Knorpelaufbau bei degenerativen Erkrankungen nachgewiesen werden. Auch Grünlippmuschel wirkt nachweislich entzündungshemmend und schmerzlindernd bei Gelenkerkrankungen. Empfohlen wird jeweils eine langfristige Fütterung, Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

    Zur Studie

    Ein wesentlicher Bestandteil von Gelenken ist die Knorpelschicht. Dieser Knorpel fängt Zug- und Druckbelastungen ab, optimiert die Beweglichkeit und sichert die orthopädische Lebensqualität. Die Ernährung des Knorpels erfolgt hauptsächlich über die Gelenksflüssigkeit und wesentlich benötigt werden Chondroitinsulfat und Keratansulfat, aus denen schließlich Hyaluronsäure gebildet wird. Gerade Chondroitinsulfat wird im Alter wesentlich weniger. Bei andauernden Gelenkproblemen (z.B. Fehlbelastungen, Instabilitäten, langen Entzündungen oder schweren Unfällen) kommt es zunächst zu Stabilisierungsversuchen durch ein Dickerwerden der Kapsel und Knochenzubildungen (Arthrosen), in der Folge aber auch zu einer Fehlversorgung des Knorpels und damit Schädigung von diesem. Diese Entwicklung ist irreversibel.

    In mehreren Studien wurde untersucht, wie man dem Knorpelabbau entgegen wirken kann. Neben tierärztlichen Maßnahmen (u.a. Operationen, Medikamente), Physiotherapie und Bewegungsmanagement wurde auch die Wirkung von Knorpelschutzpräparaten untersucht. Chondroitinsulfat ist ein häufig genutztes Präparat, das die Bildung von Hyaluronsäure und Glycosaminoglykanen anregt und den Abbau der Knorpelmatrix hemmt. Dies wurde in mehreren Studien und im Vergleich mit Schmerzmitteln und Placebos getestet. Als Ergebnis festgehalten wurde, dass bei mehr als 3-monatiger Gabe ein Knorpelaufbau möglich war und die Schmerzmittelmenge reduziert werden konnte.

    Auch bei kombinierten Chondroitinsulfat-Präparaten (z.B. mit Glucosamin, Mangan, etc.) lässt sich nachweisen, dass eine entzündungshemmende und knorpelaufbauende Wirkung gegeben ist, wenn der Einsatz über einen längeren Zeitraum erfolgt. Zusätzlich wurde auch die Wirkung von Grünlippmuschelextrakt
    untersucht. Dieses wirkt durch einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend, auf ähnlichem Weg wie die meisten herkömmlichen Schmerzmittel (NSAIDs). Durch einen nicht ganz so hohen Gehalt an Chondroitinsulfat in den Muscheln wird diese Futtermittelergänzung vor allem optimierend für gesunde Hunde empfohlen. Abschließend wird noch einmal darauf hingewiesen, dass es leider auch sogenannte „Non-Responder“ gibt, bei denen der Einsatz von Chondroitinsulfat zwar keine negativen Auswirkungen hat, aber auch nicht positiv unterstützt.

    Helenas Resumé: Eine dauerhafte ernährungsbasierte
    Unterstützung der Knorpel- und Gelenkgesundheit, durch zum Beispiel Chondroitin und Grünlippmuschelextrakt, ist gerade bei Rassen, die eine bekannte Disposition für Gelenkerkrankungen haben, absolut zu empfehlen!

  • Die Studie beschäftigt sich mit dem Effekt von Grünlippmuschel auf Hunde mit Osteoarthritis über einen Zeitraum von 50 Tagen. Sowohl von Tierärzten als auch von den Besitzern wurde der Effekt als sehr wirksam beschrieben, insbesondere im Bezug auf Lahmheiten, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

    Zur Studie

    Auf dem aktuellen Futtermittelmarkt gibt es bereits viele Präparate, die die Gelenkgesundheit und den Gelenkknorpel bei Überbelastung schützen sollen. Einer der wichtigsten Zusätze dabei ist die neuseeländische Grünlippmuschel.

    In der vorliegenden Feldstudie wurde der Einfluss von Grünlippmuschel-angereichertem Futter auf Hunde mit Arthritis untersucht. Dafür hat eine Versuchsgruppe von 85 Hunden über einen Zeitraum von 50 Tagen Futter mit Grünlippmuschel erhalten. Die Hunde wurden dabei zu Beginn des Versuchs, sowie nach 50 Tagen, von Tierärzten untersucht, die anhand von Lahmheiten, Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen einen „Visual Score“ (Optisch), einen „Manipulation Score“ (Haptisch), sowie einen kombinierten „Total Arthritic Score “ ermittelt haben.

    75% der Besitzer und 85% der Tierärzte beschrieben die Diät als wirksam oder sehr wirksam, die ermittelten „Total Arthritic Scores“ sanken signifikant bei 94% der Probanden. Besonders positiv wurden die Bewegungseinschränkungen und die Schmerzen beeinflusst, aber auch Schwellung und Krepitation ließen deutlich nach. Die positivsten Veränderungen waren zwar bei den kleinen Hunden zu sehen, aber auch die Riesenrassen zeigten signifikante Besserungen der Symptome. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht geklärt, jedocht wird eine Hemmung der entzündlichen Reaktion und der damit einhergehenden Schmerzen an der Synovialmembran vermutet. Die entzündungshemmende Wirkung durch die Grünlippmuschel kommt durch Omega-3-Fettsäuren zustande, zudem haben das enthaltene Chondroitinsulfat und Aminosäuren eine vorteilhafte Wirkung auf die Gelenkgesundheit.

    Als Fazit formulieren die Autoren, dass Grünlippmuschel im Hundefutter eine geeignete diätetische Maßnahme ist, um Schmerzen und entzündliche Prozesse in Gelenken zu verbessern und sogar bei fortgeschrittenen Erkrankungen die Menge an Schmerzmittel mit Nebenwirkungen zu reduzieren.

    Helenas Resumé: Die beschriebene Studie zeigt eindeutig den positiven Einfluss von Grünlippmuschel- angereichertem Futter auf Gelenkbeschwerden bei Hunden. Zwar ist es nicht kurativ, aber in der Lage eine bestehende Symptomatik deutlich zu verbessen. Beachtet werden muss allerdings die Tatsache, dass es je nach Größe des Hundes und Schweregrad einer Gelenkveränderung und auch individuell Schwankungen in der Wirkungsweise zu erwarten sind.

  • Futtermittelallergien und -unverträglichkeiten sind vielfältig, allgegenwärtig und äußern sich in der Regel aber über Hautprobleme und Ohrenentzündungen, seltener können auch  Magen-Darm-Symptome auftreten. Zur Diagnostik und Therapie wird eine Eliminationsdiät mit noch unbekannten Komponenten in Verbindung mit einem Allergietest eingesetzt. Kritisiert wird vor allem konventionelles Futter mit vielen verschiedenen und teilweise nicht nachvollziehbaren Inhaltsstoffen.

    Zur Studie

    In dem vorliegenden Fachartikel wird zunächst einmal die Begriffsdefinition der Futtermittelallergie aufgearbeitet. Unterschieden werden muss die wirkliche Allergie gegen Futtermittel, ausgelöst durch eine immunologische Reaktion, und eine Futtermittelintoleranz, die durch verschiedene Mechanismen ausgelöst werden kann, jedoch nicht auf einer Überreaktion des Immunsystems beruht. Klinisch sind die beiden Typen aber nicht voneinander zu unterscheiden, was bedeutet, dass bei beiden Formen die gleichen Symptome auftreten können

    Leitsymptome von Futtermittelallergien oder-intoleranzen betreffen vor allem die Haut, allen voran Juckreiz und Ohrenentzündungen. Die Verteilungsmuster der betroffenen Regionen können jedoch stark variieren. In ca. 30% der Fälle treten auch gastrointestinalen Symptome auf, selten kommt es sogar zu epileptischen Anfällen. Als Differentialdiagnosen sollten andere Allergien und Parasitenbefall ausgeschlossen werden können. Richtige Allergien treten tatsächlich oft erst auf, wenn der Hund über 2 Jahre das gleiche Futter bekommen hat, da eine tatsächliche Immunantwort, also eine echte Reaktion des Immunsystems, oft eine lange Expositionsphase benötigt. Zu Intoleranzen kann es im Gegensatz dazu bereits nach einmaliger Exposition kommen.

    Eine Diagnose kann meist nur durch ein Anspringen auf eine konsequente, über 2-3 Monate durchgehaltene, Eliminationsdiät erfolgen, manchmal auch in Kombination mit einem Allergietest. Für die erfolgreiche Eliminationsdiät sollte genau ein Protein und eine Kohlenhydratquelle ausgewählt werden, die der Hund am besten bislang noch nicht gefressen hat. Optional gibt es Möglichkeiten, diese Diäten dann schon fertig zu kaufen, als Nass- oder Trockenfutter, selbst zu kochen oder auch zu barfen. Als Alternative gibt es auch hydrolysierte Futtermittel, in denen die Proteine zu so kleinen Molekülen gespalten werden, dass das Immunsystem i.d.R. nicht mehr auf sie reagiert. Hier besteht aber immer ein Restrisiko, dass doch darauf reagiert wird, egal wie klein die Moleküle sind.

    Empfohlen wird im vorliegenden Artikel, eine Proteinquelle auszuwählen, die im Allergietest negativ getestet wurde, da dann ein Erfolg bei 4 von 5 Hunden zu erwarten ist. Eine Bestätigung der Allergie ist allerdings erst dann erbracht, wenn nach Abklingen der Symptome durch die Eliminationsdiät ein sogenannter Provokationstest mit dem ursprünglichen Futter oder einem bekannten Allergen positiv ausfällt. Die meisten Tiere zeigen innerhalb von 3 Tagen erneut Symptome der Allergie oder Intoleranz.

    Helenas Resumé: Aus tierärztlicher Sicht sind Monoproteinfutter die Hundefutter der Wahl, gerade bei Hunden mit Prädisposition für Allergien, um das Immunsystem möglichst wenig zu belasten, transparent zu sein für mögliche Eliminationsdiäten und am besten einer Allergie keine Chance zu geben!

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