HAppy

Herders

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    Aktuelle Forschungs­ergebnisse

  • Neurologische Erkrankungen sind in der Hundepopulation verbreiteter als man denken mag. Um die geistigen Funktionen so gut wie möglich zu unterstützen – vom gesunden Hund über den Epileptiker bis hin zum senilen Senioren- ist eine ausgewogene Diät essentiell. Teilweise können sogar neurologische Erkrankungen durch entsprechende Zusatzfuttermittel besser kontrolliert oder geheilt werden.

    Zur Studie

    Der vorliegende Fachartikel gibt einen Überblick über den Aufbau des Gehirns und essenzielle Nährstoffe, die unterstützend auf die Nervenzellen wirken können.

    Das Gehirn bildet gemeinsam mit dem Rückenmark das Zentrale Nervensystem (ZNS), welches von Hirnhäuten (Meningen) umhüllt zur Stoßdämpfung und Nährstoffversorgung im Hirnwasser (Liquor) schwimmt. Das Gehirn ist die Steuerzentrale des Organismus und nimmt Reize auf, verarbeitet und speichert sie und leitet entsprechende Antworten oder Reaktionen ein. Das Gehirn verbraucht dabei sehr viel Energie und ist angewiesen auf eine stetige, akkurate Nährstoffzufuhr. Zur Weiterleitung der Reize oder Informationen aus dem ganzen Körper über die Nervenzellen werden elektrische Ströme genutzt. Damit diese richtig ablaufen können, werden Elektrolyte in passender Menge benötigt. Zur Isolation der Nervenfasern verwendet der Körper Myelin, ein Nahrungsfettabkömmling. Zur Weiterleitung der Botschaften zwischen verschiedenen Nervenzellen werden außerdem Nervenbotenstoffe (z.B. Glutamat, Serotonin oder GABA) und bestimmte Metalle (Zink, Mangan) benötigt.

    Neben den Hauptnährstoffen Kohlenhydrat, Fett und Protein werden also im Nervenstoffwechsel auch Mengenelemente, Spurenelemente und Vtamine unbedingt benötigt, damit alle Funktionen normal ablaufen können. Die optimale Leistung aller beteiligter Strukturen im Gehirn und den Nerven wird dann erbracht, wenn auch die Situation einer optimalen Nährstoffversorgung vorliegt. Eine Überversorgung kann zu Vergiftungen und entsprechenden Symptomen führen, während ein Mangel ebenso eine Einschränkung der einen Verlust der Funktion bedeutet.

    Neben diesen Zuständen von Mangel oder Überversorgung definiert sich der Bedarf grundsätzlich auch nach der Lebensphase und dem Lebensstil des Tieres. Es wurde nachgewiesen, dass eine erhöhte Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren während der Trächtigkeit und Laktation bei der Hündin eine verbesserte neurologische Entwicklung der Welpen bedeutet. Die aktive Zufuhr von DHA (Omega-3-Fettsäure) beim Welpen bedeutet ebenfalls ein verbessertes Erinnerungs- und Lernvermögen. Aus einer unzureichenden Nährstoffversorgung im Wachstum kann im Umkehrschluss eine Fehlentwicklung des Gehirns und bleibende neurologische Abweichungen resultieren. Kritisch sehen sollte man insbesondere selbstgekochte Diäten oder Rohfleischrationen. Diese sollten nur nach guter Abwägung eingesetzt und die Mineralisierung immer durch einen Fachmann/Tiermediziner geprüft werden. Ebenso Vorsicht ist bei veganer oder vegetarischer Kost geboten. Zwar ist es prinzipiell möglich, den Hund als omni-carnivoren so zu ernähren, aber auch hier ist teilweise keine bedarfsdeckende Nährstoffversorgung gewährleistet. Hundesenioren können ebenfalls durch Vitamin E, Liponsäure, L-Carnitin und Ascorbinsäure, sowie mit mittelkettigen Fettsäuren (MCT' s)  effektiv im Gehirnalterungsprozess unterstützt werden, was in Studien mit einer kognitiven Leistungssteigerung geriatrischer Hunde verbunden war. In den letzten Jahren wurde insgesamt vermehrt auf dem Gebiet der Neurodiätetik geforscht. Neurodiätetk bezeichnet den Einsatz von speziellen Fütterungsmethoden als Begleitmanagement bei Erkrankungen des Nervensystems.

    Bei einigen Erkrankungen konnten bereits signifikante Verbesserungen erzielt werden, so wurde beispielsweise in der Therapie der Epilepsie mit MCT' s bei über 70% der Probanden eine Verbesserung der Anfallskontrolle festgestellt. MCTs können ebenfalls bei ADHS-artigen Symptomen eine Verbesserung erreichen. Der geriatrische Demenz-Patient profitiert vor allem von einer Zugabe von Vitaminen und L-Carnitin, aber auch von den MCTs. Das Fazit des Autoren sieht eine bedarfsgerechte Fütterung als absolute Grundvoraussetzung für eine funktionierende Neurologie. In bestimmten Situationen ist zusätzlich ein bestimmtes Add-on sehr sinnvoll und kann erwiesermaßen eine Verbesserung von Symptomen bewirken.

    Helenas Resumé: Der Hund ist was er frisst – unter dieser Prämisse ist vor allem eine bedarfsdeckende Versorgung mit allen Nährstoffen, Mengen- und Spurenelementen, sowie Vitaminen, essenziell! Vor allem bei bereits neurologisch erkrankten Patienten, bei solchen mit starker Rasseprädisposition oder bei älteren sowie ganz jungen Hunden, sind bestimmte Zusatzstoffe im Futter (alternativ als Ergänzung) sehr wertvoll!

  • Ein beschädigter Knorpel verliert an Substanz und wird weniger elastisch. In verschiedenen Studien konnten positive Effekte von Chondroitinsulfat auf den Knorpelaufbau bei degenerativen Erkrankungen nachgewiesen werden. Auch Grünlippmuschel wirkt nachweislich entzündungshemmend und schmerzlindernd bei Gelenkerkrankungen. Empfohlen wird jeweils eine langfristige Fütterung, Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

    Zur Studie

    Ein wesentlicher Bestandteil von Gelenken ist die Knorpelschicht. Dieser Knorpel fängt Zug- und Druckbelastungen ab, optimiert die Beweglichkeit und sichert die orthopädische Lebensqualität. Die Ernährung des Knorpels erfolgt hauptsächlich über die Gelenksflüssigkeit und wesentlich benötigt werden Chondroitinsulfat und Keratansulfat, aus denen schließlich Hyaluronsäure gebildet wird. Gerade Chondroitinsulfat wird im Alter wesentlich weniger.

    Bei andauernden Gelenkproblemen (z.B. Fehlbelastungen, Instabilitäten, langen Entzündungen oder schweren Unfällen) kommt es zunächst zu Stabilisierungsversuchen durch ein Dickerwerden der Kapsel und Knochenzubildungen (Arthrosen), in der Folge aber auch zu einer Fehlversorgung des Knorpels und damit Schädigung von diesem. Diese Entwicklung ist irreversibel.

    In mehreren Studien wurde untersucht, wie man dem Knorpelabbau entgegen wirken kann. Neben tierärztlichen Maßnahmen (u.a. Operationen, Medikamente), Physiotherapie und Bewegungsmanagement wurde auch die Wirkung von Knorpelschutzpräparaten untersucht. Chondroitinsulfat ist ein häufig genutztes Präparat, das die Bildung von Hyaluronsäure und Glycosaminoglykanen anregt und den Abbau der Knorpelmatrix hemmt. Dies wurde in mehreren Studien und im Vergleich mit Schmerzmitteln und Placebos getestet. Als Ergebnis festgehalten wurde, dass bei mehr als 3-monatiger Gabe ein Knorpelaufbau möglich war und die Schmerzmittelmenge reduziert werden konnte.

    Auch bei kombinierten Chondroitinsulfat-Präparaten (z.B. mit Glucosamin, Mangan, etc.) lässt sich nachweisen, dass eine entzündungshemmende und knorpelaufbauende Wirkung gegeben ist, wenn der Einsatz über einen längeren Zeitraum erfolgt.

    Zusätzlich wurde auch die Wirkung von Grünlippmuschelextrakt
    untersucht. Dieses wirkt durch einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend, auf ähnlichem Weg wie die meisten herkömmlichen Schmerzmittel (NSAIDs). Durch einen nicht ganz so hohen Gehalt an Chondroitinsulfat in den Muscheln wird diese Futtermittelergänzung vor allem optimierend für gesunde Hunde empfohlen.

    Abschließend wird noch einmal darauf hingewiesen, dass es leider auch sogenannte „Non-Responder“ gibt, bei denen der Einsatz von Chondroitinsulfat zwar keine negativen Auswirkungen hat, aber auch nicht positiv unterstützt.

    Helenas Resumé: Eine dauerhafte ernährungsbasierte
    Unterstützung der Knorpel- und Gelenkgesundheit, durch zum Beispiel Chondroitin und Grünlippmuschelextrakt, ist gerade bei Rassen, die eine bekannte Disposition für Gelenkerkrankungen haben, absolut zu empfehlen!

  • Die Studie beschäftigt sich mit dem Effekt von Grünlippmuschel auf Hunde mit Osteoarthritis über einen Zeitraum von 50 Tagen. Sowohl von Tierärzten als auch von den Besitzern wurde der Effekt als sehr wirksam beschrieben, insbesondere im Bezug auf Lahmheiten, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

    Zur Studie

    Auf dem aktuellen Futtermittelmarkt gibt es bereits viele Präparate, die die Gelenkgesundheit und den Gelenkknorpel bei Überbelastung schützen sollen. Einer der wichtigsten Zusätze dabei ist die neuseeländische Grünlippmuschel.

    In der vorliegenden Feldstudie wurde der Einfluss von Grünlippmuschel-angereichertem Futter auf Hunde mit Arthritis untersucht. Dafür hat eine Versuchsgruppe von 85 Hunden über einen Zeitraum von 50 Tagen Futter mit Grünlippmuschel erhalten. Die Hunde wurden dabei zu Beginn des Versuchs, sowie nach 50 Tagen, von Tierärzten untersucht, die anhand von Lahmheiten, Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen einen „Visual Score“ (Optisch), einen „Manipulation Score“ (Haptisch), sowie einen kombinierten „Total Arthritic Score “ ermittelt haben.

    75% der Besitzer und 85% der Tierärzte beschrieben die Diät als wirksam oder sehr wirksam, die ermittelten „Total Arthritic Scores“ sanken signifikant bei 94% der Probanden. Besonders positiv wurden die Bewegungseinschränkungen und die Schmerzen beeinflusst, aber auch Schwellung und Krepitation ließen deutlich nach. Die positivsten Veränderungen waren zwar bei den kleinen Hunden zu sehen, aber auch die Riesenrassen zeigten signifikante Besserungen der Symptome.

    Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht geklärt, jedocht wird eine Hemmung der entzündlichen Reaktion und der damit einhergehenden Schmerzen an der Synovialmembran vermutet. Die entzündungshemmende Wirkung durch die Grünlippmuschel kommt durch Omega-3-Fettsäuren zustande, zudem haben das enthaltene Chondroitinsulfat und Aminosäuren eine vorteilhafte Wirkung auf die Gelenkgesundheit.

    Als Fazit formulieren die Autoren, dass Grünlippmuschel im Hundefutter eine geeignete diätetische Maßnahme ist, um Schmerzen und entzündliche Prozesse in Gelenken zu verbessern und sogar bei fortgeschrittenen Erkrankungen die Menge an Schmerzmittel mit Nebenwirkungen zu reduzieren.

    Helenas Resumé: Die beschriebene Studie zeigt eindeutig den positiven Einfluss von Grünlippmuschel- angereichertem Futter auf Gelenkbeschwerden bei Hunden. Zwar ist es nicht kurativ, aber in der Lage eine bestehende Symptomatik deutlich zu verbessen. Beachtet werden muss allerdings die Tatsache, dass es je nach Größe
    des Hundes und Schweregrad einer Gelenkveränderung und auch individuell Schwankungen in der Wirkungsweise zu erwarten sind.

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