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    Aktuelle Forschungs­ergebnisse

  • Hunde mit fortgeschrittener Herzerkrankung stellen besondere Anforderungen an ihre Ernährung, besonders was Kalorienzufuhr und Elektrolyte angeht. Generell sind Omega-3-Fettsäuren, Taurin und Carnitin entscheidende Futterbestandteile bei der Therapie und der Prophylaxe von Herzproblemen beim Hund.

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    In dem vorliegenden Auszug aus einem Kleintierkardiologie-Fachbuch geht es im Speziellen um die Diätetik bei Hunden mit Herzproblemen. Allgemein leiden Herzpatienten häufig unter einem Verlust der Muskelmasse, bedingt durch reduzierte Futteraufnahme, erhöhten Energiebedarf und verändertem Stoffwechsel. Es kommt allerdings erst im fortgeschrittenen Stadium eines Herzproblems zu dieser Ausprägung. Wichtig ist, dass die Hunde mit ihrem Futter eine ausreichende Kalorienmenge aufnehmen mit ausreichend hoher Proteinmenge, es sei denn es besteht zusätzlich eine Nierenerkrankung. Insgesamt soll in der Ration ebenfalls auf eine reduzierte Natriummenge (Salz) geachtet werden.

    Interessanterweise besteht bei Herzerkrankungen – beim Hund wie beim Menschen- ein Übergewichtsparadoxon, welches besagt, dass Übergewicht für Herzerkrankungen prädisponiert, aber untergewichtige Herzerkrankte eine schlechtere Prognose haben.

    Besonders hervorgehoben werden in dem vorliegenden Artikel Omega-3-Fettsäuren. Hierbei handelt es sich um ungesättigte Fettsäuren und essentielle Nahrungsbestandteile (d.h. der Körper kann sie nicht selbst herstellen), die herzerkrankungsbedingter Abmagerung vorbeugen können. Zusätzlich wirken sie entzündungshemmend. In verschiedenen Studien konnten bereits positive Einflüsse von Omega-3-Fettsäuren auf verschiedene Herzerkrankungen gezeigt werden, beispielsweise bei Herzrhythmusstörungen, Endokardiose und Kardiomyopathien.

    Auch bei Taurin als Futtermittelzusatz konnten positive Auswirkungen festgestellt werden. Auch wenn Hunde im Grunde (besser als Katzen) dazu in der Lage sind, Taurin selbst herzustellen, konnten Mangelzustände bei Hunden mit speziellen Herzerkrankungen nachgewiesen werden, vorrangig bei dilatativen Kardiomyopathien. Bei entsprechender Supplementierung kann hier eine deutliche Verbesserung der Symptomatik erzielt werden.

    Ein weiteres positiv konnotiertes Supplement ist Carnitin, eine Ammoniumverbindung, die in der Leber selbst produziert wird. Der Herzmuskel ist auf Carnitin angewiesen, da ein Hauptteil der Energiegewinnung der Muskelzellen nur mit Hilfe von Carnitin möglich ist. Ursachen für einen Carnitinmangel können primär (zum Beispiel genetisch) oder sekundär (zum Beispiel ernährungstechnisch) sein. Ein Carnitinmangel führt zu einer verminderten Energiebereitstellung am Herzen und gleicht dem klinischen Bild einer dilatativen Kardiomyopathie. Insgesamt ist ein Carnitinmangel selten, eine Verbesserung der Symptome ist aber nach einigen Monaten Supplementierung zu erwarten.

    Helenas Resumé: Herzerkrankungen können futterzusatztechnisch sinnvoll addressiert werden. Neben einer generell ausgewogenen Ernährung sollte auf die passende Energie- und Proteinmenge geachtet werden. Eine Substitution von Omega-3-Fettsäuren ist in jedem Falle sinnvoll. Vor einer Substitution von Carnitin oder Taurin in erhöhter Menge, sollte am besten eine tierärztliche Diagnose gestellt und vor allem auf eine ausreichende Aminosäurekonzentration im Grundfutter geachtet werden, damit der Hund Carnitin und Taurin nach Möglichkeit selbst herstellen kann. Bei fleischloser Ernährung ist eine Carnitinsubstitution zwingend notwendig.

  • Im vorliegenden Fachartikel von Claudia Rade geht es um das Thema Übergewicht bei den kleineren Hunderassen. In den westlichen Industrieländern leiden ca. 40-50% aller Hunde unter einem zu hohen Körperfettanteil. Ab einer Überschreitung des Normalgewichtes um 10-20% spricht man von Übergewicht, ab einer Überschreitung von 30% von Fettleibigkeit.

    Das Gewicht des Hundes sollte hierfür durch den sogenannten Body Condition Score (BCS) ermittelt und durch regelmäßiges Wiegen weiter beobachtet werden. Wichtig ist, dass der Hundebesitzer begreift, dass sein Liebling „zu viel auf den Rippen“ hat, damit effektiv an diesem Problem gearbeitet werden kann. Bildliche Veranschaulichungen des BCS und Rechenbeispiele mit menschlichen Vergleichsgewichten können helfen, dieses sensible Thema besser begreifbar zu machen.

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    Bereits in der Wachstumsphase neigen kleine Hunde bei einer Energieüberversorgung dazu, viele Fettzellen anzulegen. Anders als Hunde großer Rassen, die bei einem zu viel an Energie unter Skelettentwicklungsstörungen leiden. Ursachen können beispielsweise sein, dass Snacks im Verhältnis zum Körpergewicht viele Kalorien enthalten (zB Schweineohr) oder dass kleine Hunde oft weniger aktiv sind und keine Sportpartner für ihre Besitzer.

    Insgesamt sind die Erkrankungen und Probleme, die aus einem Übergewicht resultieren können, vielfältig: Herz-Kreislaufbeschwerden, Arthrose, Diabetes mellitus, erhöhtes Narkoserisiko, schlechtere Wundheilung und weiteres.

    Zusätzlich haben Hunde kleiner Rassen ein erhöhtes Risiko für Harnsteine, Zahnproblematiken und auch hartem Kot und Verstopfung, was ebenfalls alles Problematiken sind, die bei Bedarf mit der richtigen Fütterung adressiert werden können und müssen.

    Der Artikel gibt schlussendlich einige Tipps an die Hand, die ein Gewichtsmanagement verbessern sollen. Hierzu zählt vor allem, das Gewicht regelmäßig zu kontrollieren (BCS + Wiegen) und bei Schwankungen tätig zu werden bzw. bei einer Diät die optimale Gewichtsreduktion von 1-2% pro Woche zu beobachten. Zusätzlich sollte ein akkurates Bewegungsprogramm für den Hund erstellt werden, denn auch kleine Hunde brauchen ausreichend Auslauf, um Kalorien zu verbrennen. Das optimale Futter für den zu dicken, kleinen Hund sollte einen hohen Proteingehalt, mittleren-hohen Faseranteil und wenig Fett/Energie enthalten. Die Tagesfuttermenge sollte genau bestimmt und abgewogen werden. Snacks müssen zwingend in die Tagesration mit einberechnet werden. Abschließend wird ausdrücklich vor einem JoJo-Effekt gewarnt, wenn nach dem Erreichen des Zielgewichtes die Futtermenge wieder erhöht wird.

    Helenas Resumé: Übergewicht ist in der Hundepopulation mittlerweile leider ein sehr weit verbreitetes Thema, für das die Besitzer oft wenig sensibilisiert sind. Eine genaue Kenntnis über das Optimalgewicht und die Futterbestandteile ist daher oft umso wichtiger. Am besten ist es, mit einem passenden Futtermanagement schon prophylaktisch tätig zu werden, damit die kleinen Begleiter so fit wie möglich sind.

  • Neurologische Erkrankungen sind in der Hundepopulation verbreiteter als man denken mag. Um die geistigen Funktionen so gut wie möglich zu unterstützen – vom gesunden Hund über den Epileptiker bis hin zum senilen Senioren- ist eine ausgewogene Diät essentiell. Teilweise können sogar neurologische Erkrankungen durch entsprechende Zusatzfuttermittel besser kontrolliert oder geheilt werden.

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    Der vorliegende Fachartikel gibt einen Überblick über den Aufbau des Gehirns und essenzielle Nährstoffe, die unterstützend auf die Nervenzellen wirken können.

    Das Gehirn bildet gemeinsam mit dem Rückenmark das Zentrale Nervensystem (ZNS), welches von Hirnhäuten (Meningen) umhüllt zur Stoßdämpfung und Nährstoffversorgung im Hirnwasser (Liquor) schwimmt. Das Gehirn ist die Steuerzentrale des Organismus und nimmt Reize auf, verarbeitet und speichert sie und leitet entsprechende Antworten oder Reaktionen ein. Das Gehirn verbraucht dabei sehr viel Energie und ist angewiesen auf eine stetige, akkurate Nährstoffzufuhr. Zur Weiterleitung der Reize oder Informationen aus dem ganzen Körper über die Nervenzellen werden elektrische Ströme genutzt. Damit diese richtig ablaufen können, werden Elektrolyte in passender Menge benötigt. Zur Isolation der Nervenfasern verwendet der Körper Myelin, ein Nahrungsfettabkömmling. Zur Weiterleitung der Botschaften zwischen verschiedenen Nervenzellen werden außerdem Nervenbotenstoffe (z.B. Glutamat, Serotonin oder GABA) und bestimmte Metalle (Zink, Mangan) benötigt.

    Neben den Hauptnährstoffen Kohlenhydrat, Fett und Protein werden also im Nervenstoffwechsel auch Mengenelemente, Spurenelemente und Vtamine unbedingt benötigt, damit alle Funktionen normal ablaufen können. Die optimale Leistung aller beteiligter Strukturen im Gehirn und den Nerven wird dann erbracht, wenn auch die Situation einer optimalen Nährstoffversorgung vorliegt. Eine Überversorgung kann zu Vergiftungen und entsprechenden Symptomen führen, während ein Mangel ebenso eine Einschränkung der einen Verlust der Funktion bedeutet.

    Neben diesen Zuständen von Mangel oder Überversorgung definiert sich der Bedarf grundsätzlich auch nach der Lebensphase und dem Lebensstil des Tieres. Es wurde nachgewiesen, dass eine erhöhte Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren während der Trächtigkeit und Laktation bei der Hündin eine verbesserte neurologische Entwicklung der Welpen bedeutet. Die aktive Zufuhr von DHA (Omega-3-Fettsäure) beim Welpen bedeutet ebenfalls ein verbessertes Erinnerungs- und Lernvermögen. Aus einer unzureichenden Nährstoffversorgung im Wachstum kann im Umkehrschluss eine Fehlentwicklung des Gehirns und bleibende neurologische Abweichungen resultieren. Kritisch sehen sollte man insbesondere selbstgekochte Diäten oder Rohfleischrationen. Diese sollten nur nach guter Abwägung eingesetzt und die Mineralisierung immer durch einen Fachmann/Tiermediziner geprüft werden. Ebenso Vorsicht ist bei veganer oder vegetarischer Kost geboten. Zwar ist es prinzipiell möglich, den Hund als omni-carnivoren so zu ernähren, aber auch hier ist teilweise keine bedarfsdeckende Nährstoffversorgung gewährleistet. Hundesenioren können ebenfalls durch Vitamin E, Liponsäure, L-Carnitin und Ascorbinsäure, sowie mit mittelkettigen Fettsäuren (MCT' s)  effektiv im Gehirnalterungsprozess unterstützt werden, was in Studien mit einer kognitiven Leistungssteigerung geriatrischer Hunde verbunden war. In den letzten Jahren wurde insgesamt vermehrt auf dem Gebiet der Neurodiätetik geforscht. Neurodiätetk bezeichnet den Einsatz von speziellen Fütterungsmethoden als Begleitmanagement bei Erkrankungen des Nervensystems.

    Bei einigen Erkrankungen konnten bereits signifikante Verbesserungen erzielt werden, so wurde beispielsweise in der Therapie der Epilepsie mit MCT' s bei über 70% der Probanden eine Verbesserung der Anfallskontrolle festgestellt. MCTs können ebenfalls bei ADHS-artigen Symptomen eine Verbesserung erreichen. Der geriatrische Demenz-Patient profitiert vor allem von einer Zugabe von Vitaminen und L-Carnitin, aber auch von den MCTs. Das Fazit des Autoren sieht eine bedarfsgerechte Fütterung als absolute Grundvoraussetzung für eine funktionierende Neurologie. In bestimmten Situationen ist zusätzlich ein bestimmtes Add-on sehr sinnvoll und kann erwiesermaßen eine Verbesserung von Symptomen bewirken.

    Helenas Resumé: Der Hund ist was er frisst – unter dieser Prämisse ist vor allem eine bedarfsdeckende Versorgung mit allen Nährstoffen, Mengen- und Spurenelementen, sowie Vitaminen, essenziell! Vor allem bei bereits neurologisch erkrankten Patienten, bei solchen mit starker Rasseprädisposition oder bei älteren sowie ganz jungen Hunden, sind bestimmte Zusatzstoffe im Futter (alternativ als Ergänzung) sehr wertvoll!

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