Futtermanagement: Was kann ich tun, wenn mein Hund sehr mäkelig ist?

Wann ist ein Hund ein schlechter Fresser? Und was bedeutet Futtermanagement eigentlich?

Du stellst deinem Hund sein Futter hin und er schaut dich nur an? Vielleicht riecht er noch kurz daran, aber dann dreht er dir den Rücken zu und legt sich wieder hin? Wenn sich solche Situationen bei euch Zuhause abspielen, dann gehört dein Vierbeiner vermutlich zu den mäkeligen Fressern.

 Futtermanagement beschreibt alle Handlungen rund um den Fütterungs-Prozess unserer Hunde, die definitiv auch einen Einfluss auf das Fressverhalten haben. Uhrzeit des Fütterns, das Futter selbst, der Ort und viele weitere Faktoren beeinflussen, wie (gerne) der Hund sein Futter frisst.

Was ist die Ursache für mäkeliges Fressverhalten?

Oft hat der Hund gelernt, dass es neben dem Futter andere, schmackhafte, Alternativen gibt, wie z.B. Essen vom Tisch der Zweibeiner, oder leckere Kau-Snacks. Und verschmäht somit sein eigenes Futter, in der Hoffnung auf die Alternative. Ebenso kann er auch satt sein, insbesondere wenn er über den Tag verteilt viele Snacks und Kauartikel bekommen hat.

Mangelnde Bewegung und ein damit einhergehender erniedrigter Energiebedarf, oder hormonelle Schwankungen in bestimmten Altersphasen oder im Zyklus der Hündin, können ebenso Grund für Futter-Verweigerung sein. Auch heiße Temperaturen können dazu führen, dass der Hund sein Futter verschmäht.

Auch weitere gesundheitliche Probleme können den Ursprung davon bilden, wie zum Beispiel Zahnprobleme oder Magen-Darm-Verstimmungen. Gibt es neben der Futterverweigerung Anzeichen dafür, sollte der Hund einem Tierarzt vorgestellt werden.

Was kann ich tun, wenn mein Hund mäkelig frisst?

Im Rahmen des Futtermanagements empfehlen wir, auf vier Dinge zu achten:

  1. Das Futter sollte möglichst nicht den ganzen Tag verfügbar, sondern max. 30 Minuten zugänglich sein, damit dein Hund merkt, dass Futter etwas Besonderes ist. So wird sein natürliches Hungergefühl geweckt
  2. Ebenfalls sollte es sich um ein hochwertiges Futter handeln – das heißt, es sollte alle bedarfsdeckenden Inhaltsstoffe enthalten, die unsere Hunde zum Leben brauchen. Unser rassenspezifisches Futter eignet sich hierfür perfekt, da es speziell auf die Bedürfnisse der einzelnen Rassen ausgerichtet ist und diese bedarfsdeckend versorgt
  3. Schaffe eine ruhige Umgebung. Dein Hund sollte möglichst entspannt und stressfrei fressen können, um den Appetit nicht zu verderben. Auch ein fester Fütterungsort, wie in etwa ein bestimmter Platz in der Küche, kann von Vorteil sein
  4. Um den Appetit anzuregen, kann zum Beispiel ein Löffel Joghurt oder Nassfutter mit unter das Futter gemischt werden. Alternativ kann das Trockenfutter in etwas warmem Wasser eingeweicht werden – so verändern sich Konsistenz und Geruch und machen es schmackhafter für deinen Vierbeiner

Unser Fazit

Sofern keine medizinischen Indikationen vorliegen empfehlen wir ein konsequentes Futtermanagement, um deinem Vierbeiner nicht nur den Stress zu ersparen, immer wieder auf neues Futter umgestellt zu werden, und seine Gesundheit nicht durch ausgelassene und nicht richtig ausbalancierte Malzeiten zu belasten. Ihr habt Fragen zum Thema Futtermanagement? Dann zögert nicht und schreibt uns auf info@heyholy.com oder auf Instagram.

Liebe Grüße,

eure

Du würdest gerne tiefer in dieses Thema einsteigen? Hier findest du weiterführende Literatur und Quellen:

1: Bolbecher (2020), Ganzheitliche Ernährung für Hund und Katze, Georg Thieme Verlag KG

2: Zentek (2016), Ernährung des Hundes, Enke Verlag

3: Dobenecker, Germann (2013), Natürliche Fütterungsverhalten – Ernährungs-Tipps für Hund und Katze nach dem Vorbild der Natur, team.konkret 2013; 9(01): 14 - 15